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Asteriden und Ophiuriden ans dem Silur Böhmens

Jaekel, Otto

Kurzfassung

Herr Otto Jaekel legte Asteriden und Ophiuriden ans dem Silur Böhmens vor, die ihm durch Vermittelung des Herrn Prof. Jar. Jahn in Brünn zum Studium zugesandt worden sind und z. T. von diesem Forscher gesammelt wurden, z. T. aus dem wissenschaftlichen Nachlaß von J. Barrande stammen. Redner hat diese und einige andere paläozoische Asteriden einer sorgfältigen Präparation unterzogen und daraus folgende für die Morphogenie der Seesterne wichtige Beobachtungen entnehmen können. Im tiefen Untersilur Böhmens (D1 gama) finden sich neben einander bereits Asteriden und Ophiuriden in typischer Ausbildung wenigstens ihrer äußeren Form, während die inneren Einzelheiten ihres Skeletbaues sich von denen der jüngeren typischen Vertreter der Asteroiden und Ophiuroiden noch weit entfernt halten, aber einen unmittelbaren Zusammenhang beider Unterklassen kennzeichnen. In den tonigen Schichten von D1 gama von St. Benigna zeigt sich ein kleiner Asteride, dessen Ambulacralia im distalen Teil der Arme wechselständig, im proximalen aber bereits gegenständig geordnet sind (Ataxaster pygmaeus n. g. n. sp.) Im oberen Untersilur D4 von Zahorzan findet sich bereits ein typisch gebauter Asteride mit gegenständigen Ambulacralien und mit wohl ausgebildeten Marginalien, sodaß sich die Form (Siluraster perfectus n. g. n. p.) den modernen Phanerozonia direkt unterordnen ließe. Der stark gefaltete Madreporit liegt seitlich dorsal in einem Interradius. Aus dem böhmischen Untersilur von D1 gama-D4 liegen nur Ophiuren mit wechselzeiligen Ambulacralien vor; dagegen finden sich im Obersilur (Lower Ludlow Beds von England) schon Ophiuren mit typisch gegenständigen Ambulacralien.