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Über fossile Funde am Kitzelberg.

Langenhan, A.

Kurzfassung

Das Hauptgebiet der sog. ,Grünen Schiefer" und Tonschiefer im Bober - Katzbach - Gebiete wird in der Schönau-Kauffunger Gegend durch mächtige, auch für das Laienauge auffällige, kräftig heraustretende Erhebungen kristallinischen Kalkes unterbrochen. Von der höchsten Erhebung der Hirschberg-Schönauer Straße ziehen sich diese Kalkrücken mit bedeutenden Einzelerhebungen und zwischenliegenden, scharf eingerissenen Quertälern bis in die Gegend von Bolkenhain. Insbesondere bei Kauffung im Katzbachtale hat sich zur Ausbeutung der sehr mächtigen und reinen Kalklager eine bedeutende, stetig wachsende Industrie entwickelt, die zumeist in der Zubereitung des Kalkes zu gebranntem (Mörtel-) Kalke gipfelt. Der schon aus beträchtlicher Entfernung bemerkbare, 667 m hohe, von Ost und Nord kegelförmig erscheinende Kitzelberg bei Kauffung ist der Hauptschauplatz dieser lebhaften Kalkindustrie und ist durch diese bereits auf seiner Ost- und Nordseite so stark angegriffen, daß man bald seine mächtige Form verändert und namentlich seine Spitze in Trümmer sinken sehen wird. Der Kalk weist fast durchgängig eine feinkörnige, kristalline Struktur von verschiedener, hellerer bis grauer Färbung auf. Zuweilen treten in ihm mächtige Kluftausfüllungen aus schönglänzenden, oft rosettenartig aneinander gruppierten Kalkspat-Kristallindividuen auf, die eine lebhafte gelbrötliche Färbung zeigen und an ihrem oberen verbreiterten Ende die Kristallendigungen des Hauptrhomboëders aufweisen. Solche Partien sind namentlich am Südabhange der Spitze des Kitzelbergs wahrzunehmen, woselbst der früher im Betriebe gewesene sog. Friedericianische Bruch (nach Friedrich dem Großen benannt) ein eingehenderes Studium der interessanten Kalkbildungen zuläßt. Insbesondere reich ist diese Fundstelle an großen Brocken eines Konglomerates, welches aus schwarzen und weißen abgerollten Kieseln, Glimmerschiefer- und Tonschieferbruchstücken, sowie Kalkgeröllen besteht und durch Kalk fest zusammengesintert ist.