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Angeblicher Fund von Spirifer mosquensis bei Krakau.

Gürich, Georg

Kurzfassung

Limanowski hat im Lemberger Kosmos (1903. XXVIII. S. 289 ff.) u. a. auch über das Vorkommen von Spirifer mosquensis von Zbik bei Debnik und von Spirifer supramosquensis (?) von der Palkowa Góra in derselben Gegend berichtet und glaubte, auf Grund dieser Funde im Krakauer Kohlenkalk Oberkarbon nachgewiesen zu haben. Ich kenne die Fundpunkte von meiner Untersuchung des Devons von Debnik her, und gerade von dort lag mir reichliches Spiriferen-Material vor. Bei Zbik, d. h. im Walde oberhalb Zbik, dort wo der von Paczoltowice nach Siedlec führende Weg westlich der Lysa Góra an die Talschluchten herantritt, die sich nach Zbik zu einsenken, ca. 1/2 km nördlich von dem nördlichsten Hause von Siedlec finden sich einige unbedeutende Aufschlüsse in schwarzen Mergelkalken mit oberdevonischen Leiorhynchus- und Spirifer-Arten. In der Tiefe der Talschlucht, wo sich dieselbe oberhalb der obersten Häuser von Zbik einengt, findet sich an der östlichen Talseite ein kleiner verlassener Bruch im Kohlenkalk, der durch große Productus-Schalen gekennzeichnet ist. Den nächsten Devon-Aufschluß fand ich ca. 200 m nach NO auf dem Abhänge. Auch auf der Palkowa Góra sind die äußersten Devon- und Kohlenkalkaufschlüsse nicht weit von einander entfernt. Als Palkowa Góra wurde mir von dem Führer der Krakauer Geologen, dem Marmorbrucharbeiter Maciejowski, einem sehr anstelligen Sammler, der Hügel bezeichnet, der südlich von Paczoltowice und nördlich von dem Mühlsteinbruche der Zarnówka liegt und von dem sich nach SO die Schlucht Laczany dól und nach NO eine kleine Einsenkung nach dem unteren Ende des Dorfes Paczoltowice hin erstreckt. Auf dieser Höhe, aber noch an der Südseite fanden sich bräunliche Kalke des Oberdevons mit einer interessanten Spiriferen-Fauna, die ich a.a.O. beschrieben habe. Auf dem nordöstlichen, rückenartig sich ausstreckenden Ausläufer beobachtete ich große Kohlenkalkblöcke mit dicken großen Brachiopodenschalen, wohl der sog. Chonetes comoides.