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Eine neue Darstellung von Ichthyosaurus.

Jaekel, Otto

Kurzfassung

Die Abbildungen von Ichthyosaurus, die uns in den Handbüchern begegnen, stammen größtenteils aus alter Zeit und zeigen gegenüber unserer heutigen Kenntnis dieser Formen auffallende Mängel sowohl in der Klarheit wie der Genauigkeit der Darstellung. Da wir nun von Ichthyosauriden nicht nur das Skelet in allen Teilen, sondern auch den äußeren Umriß kennen, so ist es wohl angezeigt, von diesem bekanntesten aller ausgestorbenen Wirbeltiere eine neue Darstellung zu versuchen. Indem ich dieselbe in Form einer Rekonstruktion zeichnete, glaubte ich eine wesentlich klarere Vorstellung von dem Skeletbau geben zu können, als sie eine Abbildung der mehr oder weniger verdrückten Skelete im Zustand ihrer Fossilisation bieten kann, und erblickte auch darin einen Vorteil dieser Methode, daß dabei das Verhältnis des Skeletes zur äußeren Körperform klargestellt wird. Die geringe Größe der Abbildung und die Einfachheit der Reproduktionsmethode setzen ja leider der Genauigkeit enge Grenzen, immerhin hoffe ich noch bis in die Form der einzelnen Wirbelstücke die organischen Züge und ihre Differenzierungen zum Ausdruck gebracht zu haben. Über das Lageverhältnis der Skeletteile zu einander kann ja nach der großen Zahl vorliegender Skelete und Abbildungen kaum ein wesentlicher Zweifel obwalten. Um aber zu einer Rekonstruktion des ganzen Skeletes zu gelangen, ist eine Kombination der Holzmadener Skelete und plastisch erhaltener Schädel aus dem englischen Lias unumgänglich. Die Nachteile einer solchen Kombination fallen wohl aber gegenüber dem didaktischen Nutzen eines Gesamtbildes hier deshalb wenig ins Gewicht, weil die Ichthyosaurier und besonders die hier benutzten des Lias einen so einheitlichen Typus repräsentieren, daß wesentiche Fehler aus ihrer Kombination kaum zu erwarten sind.