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Triasschichten (?) von der Ostgrenze der Residenzschaft Tapanuli auf Sumatra.

Wichmann, Arthur

Kurzfassung

Vor einigen Jahren brachte W. Volz die überraschende Kunde von dem Auffinden obertriadischer Schichten im Gebiete des oberen Kwalu in der Residenzschaft Sumatras Ostküste, einer Schichtenfolge, die etwa den Raibler Schichten in den Alpen entspricht. Zwar hatte Stefano Traverso schon früher einige Kalksteine aus dem Gebiete des Toba-Sees auf Grund ihres petrographischen Charakters für ,permo-triadisch" angesehen, ohne daß Lagerungsverhältnisse und Fossilführung einen Anhaltspunkt für diese Annahme ergeben hatten. Trotz alledem erscheint es sehr wahrscheinlich, daß auch in der westlichen Hälfte der Insel der oberen Trias zuzuzählende Ablagerungen auftreten, und möchte ich zu diesem Zwecke umsomehr die Aufmerksamkeit auf die einer längst vergangenen Zeit angehörenden Aufzeichnungen von Ludwig Horner lenken, als der Fundort leicht zu ermitteln ist. Am 23. September 1838 legte dieser Forscher den Weg von Bau (Abteilung Ajer Bangis und Rau der Residenzschaft Padangsche Benedenlanden) nach dem Orte Pahantan (Unter-Abteilung Klein-Mandailing, Ulu und Pahantan der Residenzschaft Tapanuli) zurück. Auf diesem Pfade wurde nach dem Verlassen des Tales des Gadis der Ort Tjubadakh Limomanis erreicht und darauf, in der Richtung des gleichnamigen Flusses aufwärts, die Wasserscheide überschritten. Horner schreibt nun: ,Am rechten Ufer des Ajer (Fluß) Tjubadakh Limomanis finden sich unweit, und zwar oberhalb der Brücke, einige Schichten von einem schwarzgrauen Mergel von beinahe einem Fuß Mächtigkeit. Das Streichen derselben ist OSO-WSW, bei einem Fallen von 60° nach NNW. In diesem Mergel findet sich häufig eine kleine, sehr dünne Pecten-artige Muschel. Wir vermochten kein Exemplar mit vollständigem Schloß zu finden, doch gleicht dieselbe im allgemeinen Bronns Geschlecht Monotis (Pecten salinarius)."