Original paper

Über ein neues Reptil aus dem Buntsandstein der Eifel.

Jaekel, Otto

Kurzfassung

Bei Hillesheim in der Eifel, wo die letzten Reste typischen Buntsandsteins die Verbreituug der deutschen Trias-Facies nach Westen kennzeichnen, fand sich in Schichten, die vermutlich dem oberen Buntsandstein zuzurechnen sind, der Rumpf eines Reptils das jene Fauna erfreulich bereichert. Es ist in den Besitz des Herrn Hauptlehrers Dohm in Gerolstein übergegangen, der es mir im letzten Herbst bei einem Besuch daselbst zeigte und freundlicherweise zur Untersuchung überließ. Leider mußte sich dieselbe zunächst auf oberflächliche Feststellungen beschränken, da der Besitzer in eine durchgreifende Präparation des Fossils vor der Hand nicht einwilligen wollte. Ich habe es daher in beistehender Textfigur so abbilden lassen, wie es sich in der Spaltungsebene des Gesteins dem Auge darbietet, doch konnte ich mir im Interesse der Deutlichkeit nicht versagen, einige unbedenkliche Ergänzungen einzelner Knochenteile mit punktierten Linien in die Zeichnung einzutragen. Die Knochensubstanz ist weißlich, sehr mürbe und deshalb so zerborsten, daß sie nur hier und da noch die ursprüngliche Wölbung der Knochenteile erkennen läßt. Andererseits wäre es natürlich ein leichtes, diese mürben Knochenreste zu entfernen und dadurch ein klares Negativ der einen Seite des Skeletes zu erhalten. Das wäre namentlich zur Feststellung der genaueren Form der Wirbel und der Beckenelemente wichtig. In seinem jetzigen Erhaltungszustand zeigt das Fossil die ventrale Seite des Rumpfes mit 14 Wirbeln, die dazu gehörigen Rippen, den Bauchpanzer, 2 Sacralwirbel und die 5 vordersten Schwanzwirbel, das Becken, das rechte Femur allein, das linke mit dem Eindruck eines ansitzenden Unterbeinknochens. Schließlich ist noch am vorderen Ende des Rumpfes der Eindruck eines Knochens zu sehen, der dem Schulterapparat oder dem Armskelet zuzusprechen ist.