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Die Bildung der ersten Halswirbel und die Wirbelbildung im allgemeinen.

Jaekel, Otto

Kurzfassung

Man ist jetzt darüber wohl einer Ansicht, daß die Wirbelbildung der paläozoischen Stegocephalen den Schlüssel zu dem Verständnis des Wirbelbaues überhaupt bilde. So sind bereits mehrere Versuche zu verzeichnen, sowohl den Typus der höheren Wirbelbildung, als einzelne Modifikationen desselben, wie namentlich die Ausbildung der ersten Halswirbel auf den ,temnospondylen" Stegocephalentypus zurückzuführen. Leider waren hierbei die Grundlagen, auf denen diese Vergleiche fußen, nämlich der temnospondyle Wirbelbau, nicht genügend klargestellt. F. Osborn, der sich zuletzt mit diesen Fragen beschäftigt hat, stützt sich dabei bezüglich des rachitomen Wirbelbaues auf A. Fritsch' und H. Credners diesbezüglichen Darstellungen; meine genauere Beschreibung dieser Verhältnisse bei Archegosaurus ist ihm offenbar entgangen. Wenn ich auch zur Zeit nicht in der Lage bin, eine umfassende Darstellung des sehr umfangreichen sachlichen und literarischen Materials zu geben, so gibt mir doch die Besprechung der ersten Halswirbel von Metriorhynchus willkommenen Anlaß, auf diese viel ventilierte Frage etwas näher einzugehen. Zunächst sei zur Charakteristik der ersten Wirbel von Metriorhynchus folgendes bemerkt. Der Atlas besteht aus den beiden oberen Bögen (Neuralia), die dorsal anscheinend nicht verwachsen waren, und, soviel sich nach ihren hier erhaltenen Resten vermuten läßt, eine ovale Ausbreitung über dem Neuralrohr und dahinter einen kurzen stielförmigen Fortsatz besaßen, der als Postzygapophyse die Verbindung mit den oberen Bögen des Epistropheus herstellte. Unten ruhen diese Neuralia mit schmaler Fläche auf dem hufeisenförmigen Halbring des eigentlichen Atlas auf.