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Die grosse baltische Endmoräne und das Thorn-Eberswalder Haupttal.

Keilhack, Konrad

Kurzfassung

In den Monatsberichten der Deutschen Geologischen Gesellschaft 1904, No. 3, S. 40, veröffentlicht Herr G. Maas unter dem Titel: ,Zur Entwicklungsgeschichte des sog. Thorn-Eberswalder Haupttales" eine Reihe von Mitteilungen und Auffassungen, die im Wesentlichen auf eine Polemik gegen die von mir vertretenen Anschauungen über die Beziehungen zwischen den großen ostwestlichen Urstromtälern und gewissen Stillstandslagen des letzten Inlandeises hinauslaufen. Da Herr Maas seine Ausführungen selbst als ,vorläufige Mitteilung" bezeichnet und ein ausführliches Eingehen auf dieselben nur an der Hand einer größeren Karte möglich sein würde, so will ich mich bei der Abweisung der Maasschen Kritik gleichfalls tunlichst einschränken, indem ich mir eine eingehendere Widerlegung für die Zeit nach dem Erscheinen der angekündigten größeren Abhandlung des Herrn Maas vorbehalte. Herr Maas bestreitet im Wesentlichen zweierlei: 1) die Einheitlichkeit der sog. Großen baltischen Endmoräne; 2) die Einheitlichkeit des sog. Thorn-Eberswalder Haupttales. ad 1) Die Ausführungen des Herrn Maas haben meine Überzeugung von der Einheitlichkeit und gleichzeitigen Entstehung der großen baltischen Endmoräne, wie sie auf meiner ,Geologisch - morphologischen Übersichtskarte der Provinz Pommern" dargestellt ist, in keiner Weise erschüttern können. Eine Reihe der gewichtigsten Gründe sprechen für eine solche Einheitlichkeit und die von Herrn Maas neu entdeckten Endmoränen und ihnen ähnlichen Bildungen sprechen durchaus nicht dagegen.