Original paper

Über einen Furchenstein und Tertiär in Dahome.

Böhm, Joh.

Kurzfassung

Herr Bergassessor a. D. Hupfeld, Direktor der Deutschen Togogesellschaft, hat auf seiner Reise durch Togo auch das östlich an unsere Kolonie anschließende französische Gebiet berührt und vom Lamasumpfe in Dahome eine Probe eines hellbraunen mergligen Kalksteins mitgebracht, welcher nach zwei Richtungen hin Interesse bietet. Das Handstück ist unregelmäßig begrenzt, am nächsten kommt es in seinem Umriß einem Fünfeck. Die Höhe der fast flachen Grundfläche beträgt 12, die Breite 11 cm. Die Seitenflächen steigen senkrecht aufwärts, drei davon sind ungefähr gleich lang und stoßen unter etwa rechten Winkeln aneinander, während die übrigen zwei nur je etwa halb so lang wie jene sind und die eine stumpfwinklig begrenzt wird. Die eine (in der Figur linke) Seitenfläche ist durch Abschlagen von dem ursprünglich größeren Gesteinsblock künstlich hergestellt; desgleichen ist auch die untere rechte Ecke nicht mehr in ihrer ehemaligen Gestalt erhalten, zwei frische Flächen zeigen, daß hier ein nicht kleines Stück abgespalten ist. Die Oberseite ist dagegen kräftig modelliert (vergl. Fig. 1). Ihre linke Hälfte bietet das Bild zweier, von der vorderen und linken Seite gegen die Mitte hin aufsteigender Ebenen, ihre rechte das eines durch Einmuldungen und abschüssige Runsen skulpturierten Plateaus. Auf der Grenze beider Terrainformen zieht sich eine seichte, breite Rinne hin. Die eine Ebene steigt, wie erwähnt, von der Oberkante der linken Seitenfläche, welche an ihrer hinteren Kante 4 cm, an ihrer vorderen wenig über 3 cm hoch ist, her auf, die andere von der Oberkante der nur 2,5 cm hohen Vorderfläche. Der Scheitelpunkt ihrer verrundeten Schnittlinie ist etwa im vorderen Drittel der Gesamtlänge gelegen - das Handstück hat hier eine Dicke von 6 cm - es fällt somit die kürzere vordere Ebene stärker als die langgestreckte, linksseitige Ebene ab.