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Die Trias auf Sardinien und die Keuper-Transgression in Europa.

Tornquist, Alexander

Kurzfassung

Die Trias - Gebiete des westlichen Mittelmecres, in welchen die Triasformation in der deutschen, außeralpinen Facies entwickelt ist, bildet den Gegenstand der Untersuchung, welche der Redner sich für mehrere Jahre zur Aufgabe gestellt hat. Durch den Abschluß seiner Studien auf der Insel Sardinien ist der erste Abschnitt dieser Untersuchungen erledigt. Das gewonnene allgemeine Resultat lautet: Die Entwicklung der Trias in unserer deutschen, außeralpinen Entwicklung geht durch Südfrankreich bis weit ins westliche Mittelmeer hinein. Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper unter Ausschluß des Rhät sind sicher bis in die Breite von Gennamari (Breite von Cosenza in Calabrien) in außeralpiner Entwicklung vertreten. In Sardinien speziell ist die facielle Übereinstimmung mit der Trias in Deutschland außerordentlich groß. Mit Ausnahme der obersten Keuperschichten ist kein Schichtglied der großen Triasserie mit der alpinen oder auch mediterran genannten Triasfacies zu vergleichen. Erst die obersten Keuperschichten bekommengewisse Anklänge an die alpine Entwicklung, und erst im Rhät tritt der Facieswechsel deutlich hervor. Damit stimmen auch die fossilen Einschlüsse der verschiedenen Schichten überein; auch diese sind alleine mit unseren deutschen Triasfossilien zu vergleichen, und ganz sparsame alpine Faunenelemente findensich hier und da mit ihnen vereint. Es ist diese Tatsache bei der Lage Sardiniens inmitten des westlichen Mittelmeeres gewiß, eine nicht wenig überraschende.