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Die Abtrennung voller. Seebecken vom Meere infolge von Hebungen.

Ochsenius, Carl

Kurzfassung

Eine solche habe ich 1886 für die Region des Titicacas in Südamerika erläutert und dazu noch die gleiche Situation beim Baikalsee und bei dem Tanganyika angeführt. In letzterem findet sich eine lebende Schnecke, die mit der Pyrgulifera humerosa Meek aus den Laramieschichten Nordamerikas als identisch angesehen wird. Sie hat sich hiernach wie die marinen Kruster des Titicaca dem Süßwasser anbequemt. Nach und nach finden sich mehr Beweise für die Richtigkeit meiner Ansicht. Der Tanganyika enthält neben einer normalen Süßwasserfauna eine ganze Reihe von Tieren, die als ursprüngliche Meeresformen anzusprechen sind. Das typischste Beispiel für diese Tiergesellschaft bietet eine Qualle, Limnocnida Tanganyicae, die kürzlichst von Ch. Alluaud auch aus dem nordöstlich vom Tanganyika gelegenen großen Victoria Nyanzasee mitgebracht worden. Offenbar ist Limnocnida nicht das einzige Geschöpf in der Fauna des Victoria Nyanza, dessen Ursprung unbedingt marin ist. Die gewaltigen Wasserbecken des Victoria, Tanganyika, Kaihura, Albert u. s. w. sind sicherlich durch Hebungen von dem Ozean abgetrennt worden. Der Vulkanknoten des 6050 m hohen Kilimanscharo ist situiert zwischen dem Ozean und dem Victoria Nyanza, dessen Niveau etwa 1200 m über dem Meeresspiegel liegt, wogegen die weiter westlich befindlichen Wasserflächen des Tanganyika und seiner genannten Nachbarn nur 800, 1000 und 700 m betragen. Der Kaihura mit 1000 m liegt rein westlich vom Victoria. Man ersieht daraus, daß die Hebung in der Zentralpartie am stärksten war.