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Das Thorn-Eberswalder Tal und seine Endmoränen.

Maas, Günther

Kurzfassung

Leider maß ich an dieser Stelle noch einmal auf dieses Thema zurückkommen. Es zwingen mich dazu eine Reihe von Angaben in der Antwort des Herrn Keilhack, die eine schleunige Richtigstellung dringend erfordern. Herr Keilhack will einen Gegensatz konstruieren zwischen seiner baltischen Endmoräne und den von mir aus Westpreußen u. s. w. nachgewiesenen Zügen, in denen er nur Produkte kürzerer, bald hier bald da eingetretener Stillstände des Eisrandes erblickt, obgleich es schon auffallen müßte, daß sich derartige untergeordnete Gebilde bereits bei gelegentlichen Begehungen ungezwungen zu einem über 200 km langen Zuge zusammenschließen. Indessen kann ich auch den anderen Kriterien des Herrn Keilhack einen entscheidenden Wert nicht beimessen. Was zunächst die Zusammensetzung meiner Endmoränen betrifft, so habe ich allerdings von Blockpackungen nur da gesprochen, wo ich Gebilde aufgeschlossen fand, die einigermaßen an Chorin u. s. w. erinnerten. Seitdem ich aber kennen lernte, was in anderen Gebieten alles als Blockpackung bezeichnet wird, z.B. von Herrn Keilhack bei Witkowo und Grünberg, würde ich den größten Teil dessen, was ich 1901 als Grand mit Steinen, steinigen Lehm, steinigen Sand, dichte Bestreuung beschrieb, heute als Blockpackung anführen, sodaß auch die westpreußischen Endmoränen überwiegend als Blockpackung entwickelt sein würden. Aber das wäre an sich ganz belanglos. Denn schon 1892 schrieb Schroeder bei der Bearbeitung eines der klassischsten Teile der Endmoräne: ,Die Blockpackung ist kein ,Leitfossil" für Endmoränen" und ,Nicht überall, wo sich Blockpackung findet, sind Endmoränen und nicht überall, wo Endmoränen sich finden, ist Blockpackung".