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Gault in Bartin bei Degow (Hinterpommern).

Hucke, Kurt

Kurzfassung

Auf einer geologischen Exkursion nach Pommern und Bornholm im Sommer 1903 besuchte ich auch Bartin unweit Kolberg, wo eine Klippe von Kalken des oberen Malm zu Tage steht. ,Die Schichten fallen steil 40° gegen Westen ein. Die unterste Schicht ist ein zum Kalkbrennen geeigneter Oolith mit kleinen Austern, Pecten- und Avicula-Arten, sowie Pygurus Blwmeribachi, einem in Kalzit versteinerten Seeigel. Darüber zum Düngen benutzte oolithiscbe Kalke und einige sehr fossilreiche, etwa fußdicke feste Bänke mit großen Trigonien (Trigonia Bronni, suprajurensis), vielen Ammoniten bis Wagenradgröße (Perisphinctes- und Aspidoceras-Arten), zahlreiche Pecten (P. Buchii), Austern (Ostrea virgula) und Serpuliden (Serp. spuamosa). Die obersten Bänke bildet ein grüner bis gelblicher magerer Letten, der schon z. T. mit Diluvium gemengt ist und nur kalzinierte Versteinerungen führt." Wahrscheinlich ist dieser letztgenannte Letten identisch mit der etwa 30 cm dicken Tonschicht, von der ich bei meinem Besuche der Bartiner Grube zwecks mikroskopischer Untersuchung einige Stücke mitnahm. Das Material wurde geschlämmt und aus dem Rückstände die Petrefacten herausgelesen, welche im Folgenden aufgeführt sind. Die Zähne sind konisch, mit kreisförmigem Querschnitt. Die vom Mittelkanal ausgehenden Dentinröhren treten deutlich in Erscheinung. Doch war es mir auch bei stärkerer Vergrößerung nicht möglich, die den Mittelkanal und den Anfang der Dentinröhren umgebenden Haverschen Lamellen zu sehen. Ebensowenig ließ sich der Übergang der Dentinröhren in den Plakoinschmelz und die Bildung feiner Röhrchen in demselben verfolgen.