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Studien über tertiäre und quartäre Korallen und Riffkalke aus Ägypten und der Sinaihalbinsel.

Felix, Johann

Kurzfassung

Im Jahre 1903 wurden mir von Herrn Lyons, Act. Director Gen. Survey Department of Egypt, eine größere Suite von tertiären und quartären Korallen und Riffkalken aus der mittelägyptischen Wüste östlich Kairo, von den westlichen Küstengebieten des Roten Meeres und von der Sinaihalbinsel zur Untersuchung zugesandt. Zu diesem Material kam noch eine weitere Kollektion von fossilen Korallen, jetzt im Kgl. Museum für Naturkunde zu Berlin befindlich, welche einst von Schweinfurth gesammelt wurden und die ich bereits gelegentlich meiner letzten Arbeit über die Miocänkorallen Ägyptens anhangsweise erwähnt hatte. Auch was mir sonst an hiebergehörigen Material in Form einzelner Stücke in verschiedenen Sammlungen zu Gesicht gekommen ist, sowie die zerstreuten Notizen in einschlägiger Literatur habe ich den folgenden Erörterungen eingefügt und namentlich bezüglich der postmiocänen Riffe versucht, von ihrer Fauna - soweit sie aus Korallen besteht - ein Bild zu entwerfen, wie es dem heutigen Stande unserer Kenntnis derselben entspricht. Es ist mir daher ein Bedürfnis, meinen herzlichsten Dank für die Zusendung des interessanten Materiales Herrn Gen.-Direktor Lyons in Kairo und Herrn Geheimrat Branco auch hier zum öffentlichen Ausdruck zu bringen! Der Erhaltungszustand des Materiales ist leider kein günstiger. Wie später noch ausführlicher dargelegt werden soll, hat bei den Korallenskeleten ohne Ausnahme eine Umkristallisierung stattgefunden, sodaß die Struktur nicht als Hilfsmittel bei der Bestimmung benutzt werden konnte. Andererseits haben auch die Oberflächen durch Verwitterung und namentlich durch die glättende und ausschleifende Wirkung des Flugsandes sehr gelitten. Manche Arten lagen überdies nur in Exemplaren vor, welche allseitig von Bruchflächen begrenzt waren, sodaß überhaupt von einer wirklichen ,Oberfläche" nicht die Rede sein konnte.