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Über die Vulkane von Nord-Sumatra.

Wichmann, Arthur

Kurzfassung

Vor einigen Jahren hat W. Volz eine übersichtliche Darstellung der auf Sumatra, von der Südostapitze bis zur Batak-Hochfläche, in einer schmalen Zone angeordneten Vulkane gegeben. Er läßt alsdann folgen: ,Schwieriger zu entscheiden ist das weitere Verhalten ... In großartigster Entwicklung ihrer Kräfte mit dem gewaltigen Graben des Toba-Sees ... quert sie die Insel und setzt auf die Ostküste über, beim Diamant-Point scheint sie das Meer zu erreichen. Ein vollständig, vor allem geologisch unbekanntes Gebiet stellen die Alas- und Gajoländer, sowie fast ganz Atjeh dar, und erst, wenn auch diese Gegenden näher erforscht sein werden, können wir hoffen, vollständige Klarheit über den Endverlauf der Vulkanenzone ... zu erhalten ... und es wäre immerhin möglich, daß vereinzelte isolierte Vulkane sich auch noch weiter nördlich auf der Westküste von Atjeh finden. Der Grund aber, warum die Vulkanenzone bei 2° nördlicher Breite sich zur Ostküste hinüberzieht, bleibt in Dunkel gehüllt, und wenn überhaupt eine Antwort auf die Frage kommt, so haben wir sie aus Hinterindien zu erwarten." Um die Bedeutung der im Vorstehenden mitgeteilten Ansicht, die bereits als Tatsache hingestellt wird, vollauf zu würdigen, möge daran erinnert werden, daß seit dem Anfange des vorigen Jahrhunderts eine Anschauung Eingang gefunden hat, derzufolge die Vulkane im Bengalischen Meerbusen, Sumatra, Java, Bali, Lombok u. s. w. in reihenförmiger Anordnung einander folgen. Wir finden diesen Gedanken zuerst bei F. Sickler, der sodann aber erst durch Leopold von Buch eine nähere Begründung erfährt. Ferner haben G. W. Earl und F. Junghuhn diese Art des Verlaufes durch Mitteilung weiterer Tatsachen zu erhärten gesucht. Was Sumatra im besonderen betrifft, so hat R. D. M. Verbeck der Ansicht Ausdruck verliehen, daß die meisten Vulkane auf einer Linie liegen, die mit der Längsachse dieser Insel, und zwar bis zur Atjeh-Spitze, zusammenfalle.