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Kurzer Ueberblick über das Miocän von Oppeln i. Schles. und seine Fauna.

Andreae, Achilles

Kurzfassung

Die Miocänschichten von Oppeln haben seit zwei Jahren durch reiche Fossilfunde die Aufmerksamkeit der Geologen und Paläontologen auf sich gelenkt. Die Fauna ist, soweit die Binnenconchylien in Betracht kommen, zunächst veröffentlicht, in bezug auf die Wirbeltiere und Pflanzen ist das Studium noch nicht abgeschlossen und dürfte das Material sich hier auch noch in Zukunft durch neues Material andauernd vermehren. Es wurde gewünscht diesem Führer eine knappe Übersicht der Fauna und des Vorkommens der Miocänschichten bei Oppeln einzuverleiben und diese nicht nur auf das schon bekannte Publizierte zu beschränken, sondern sie auch auf die neuen Funde, soweit als möglich, auszudehnen, welche jedoch noch in diesem Jahre als III. Beitrag zur Miocänfauna von Oppeln in den Mitteilungen des Roemer-Museums in Hildesheim (No. 20) erscheinen sollen. Das Vorkommen findet sich in den großen Zementkalkbrüchen, Turonen Alters, bei Königl. Neudorf unweit Oppeln. Das Material, welches die reiche Fauna enthält, ist ein harter, bröckeliger, sehr heller, grauer Tonmergel, oft vermengt mit Kalkbröckchen. Er besteht aus umgelagertem Scaphitenpläner, worauf die in ihm reichlich enthaltene sekundäre Plänerfauna hindeutet. Dieser Mergel lagert in Klüften des Turonpläners, bedeckt aber außerdem noch, nach gütiger Mitteilung des Herrn Dr. Bärtling als kleine Mulde die Oberfläche der Kreide. - Der an Ort und Stelle aufgearbeitete und umgelagerte Scaphitenpläner unterlag sicher keinem weiten Transport, sondern bildete unterstützt von Quellsintern und hier noch nicht näher untersuchten Algenkalken das miocäne Depositum, das eine terrestrische und limnische, nicht fluviatile, Fauna enthält. - Die Binnenconchylien sind folgende: