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Die obere Kreide in der Gegend von Oppeln.

Flegel, Kurt

Kurzfassung

Nach R. Leonhard zusammengestellt von Herrn Kurt Flegel. I. Cenoman. Sandige Ablagerungen cenomanen Alters finden sich in der Gegend von Oppeln als östlichstes Vorkommen dieser für die böhmisch-sächsiche Facies bezeichnenden petrographischen Beschaffenheit. Dieselben sind Reste einer mächtigen Decke, welche der weitgehenden Denudation zum größten Teile zum Opfer gefallen ist. Durch ein Bohrloch in dem Steinbruch der Portland-Zement-Fabrik vorm. A. Giesel, Poln. Neudorf, wurde die Mächtigkeit des cenomanen Sandes und Sandsteines auf 43 m festgestellt. Zu Tage tritt das Genoman nur im Südosten von Oppeln, bei Groschowitz, wo es in einigen wenig ausgedehnten Aufschlüssen sichtbar ist. Die Ablagerungen bestehen aus einem feinkörnigen, weißen, seltener gelblichen Sandstein, welcher meist in Sand zerfallen und mehr oder weniger glaukonitisch ist. In dem Oppelner Cenoman fand Leonhard: Siphonia Geinitzi Zitt., S. ficus Goldf., Chonlla Roemeri Gein., Gh. Schrammeni Leonhard, Astrocoenia decaphylla E. u. H., Terebratula biplicato Sow., Catopygus carinatus Goldf., Acanthoceras rhotomagense Defr., Turrilites costatus Lam. II. Turon. Die Turonscholle von Oppeln, welche, durch den jungen Durchbruch der Oder aufgeschlossen, sich im Tale von Groß-Schimnitz bis Groß-Döbern verfolgen läßt, ist der am besten zugänglichste und am längsten bekannte Teil der oberschlesischen Kreide. Gute Aufschlüsse bieten nur diese ausgedehnten Steinbrüche bei Oppeln, nördlich von der Stadt, in Poln. Neudorf. südlich von derselben, sowie bei Groschowitz, 3 km südöstlich. Die gesamte Mächtigkeit des Turon wurde bei den Bohrungen im Süden von Oppeln auf ca. 44 m, im Norden der Stadt auf 37 m festgestellt. Bei weitem geringer ist die Mächtigkeit der turonen Ablagerungen bei Groschowitz, wo nur noch die tiefsten Schichten erhalten sind.