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Pelycosaurierreste von Texas.

Broili, Ferdinand

Kurzfassung

Veranlassung zu folgenden Zeilen geben mir die Brachstücke eines Schädels, welche sich unter dem von Ch. Sternberg aufgesammelten Material befinden, das dieser ausgezeichnete Sammler während des Sommers 1901 in den permischen Ablagerungen von Texas im Auftrage des Herrn Geheimrat von Zittel zusammengebracht hatte. Der Fundpunkt liegt in den roten Tonen des Coffee Creek (unweit Seymour, Baylor Co.), in dessen Umgebung auch andere schöne Skeletteile gefunden wurden. Die hier nun vorliegenden Reste gehören der Hauptsache nach der hinteren Partie eines Schädel an, die sich trotz aller angewendeten Sorgfalt und Mühe nicht mehr vereinigen ließ; immerhin konnte man einzelne Elemente des Schädels bezw. einige Teile des Unterkiefers zusammensetzen. Der Erhaltungszustand unseres Materials ist insofern ein günstiger, als sich die einzelnen Stücke, ohne große Beschädigungen zu erleiden, präparieren ließen. Nähte sind nirgends mehr zu erkennen, was auf ein altes Individuum schließen läßt. Die Knochen bleiben im großen und ganzen unskulptiert. Andeutungen von Höckern oder ähnlichen, warzenartigen Erhöhungen lassen sich indessen auf der Außenseite des Unterkiefers, sowie bei den Begrenzungsknochen der Schädeldurchbrüche konstatieren. Immerhin treten dieselben gegen die regelmäßige Ausbildung der Skulptur, wie wir sie von den Stegocephalen her gewöhnt sind, zurück. Dasselbe gilt auch von den Knochen selbst; während dieselben nämlich bei den letzteren ungemein kräftig und solid verknöchert sind, haben sie bei unserer Gattung eine im Verhältnis zu den Dimensionen des Schädels sehr schwache Ausbildung erfahren. Eine Ausnahme davon machen allein die Knochen, denen die Umrahmung der Schädeldurchbrüche zufällt, welche wulstartig hervorspringen, wodurch natürlich der Kontrast ein um so gröberer wird.