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Die Erzlagerstätten Oberschlesiens.

Sachs, Arthur

Kurzfassung

Die oberschlesischen Erze: Blei-, Zink- und Eisenerze treten in dem dolomitisch ausgebildeten Teil des unteren Muschelkalkes Ostlich der großen Auswaschung von Preiskretscham in der Beutheuer und Tarnowitzer Mulde auf. In ersterer ist Zink, in letzterer silberhaltiges Blei (die Friedrichsgrube) vorherrschend. Es handelt sich einerseits um sulfidische Erze: Bleiglanz, Zinkblende, Markasit (übrigens auch stellenweise Pyrit), andererseits um oxydische Erze: Galmei, Brauneisenerz, Weißbleierz. Beim Galmei wiederum ist zwischen eisenschüssigem, aus kalkigen Partieen entstandenem rotem Galmei, und eisenarmem, tonig - lettigem weißem Galmei zu unterscheiden. Bezüglich der Lagerungsverhältnisse ist folgendes zu sagen: Der erzführende Dolomit wird von dem mehrere Meter mächtigen, durch ein Vorwalten des Tones ausgezeichneten und so gut wie wasserundurchlässigen blauen Sohlenstern unterlagert, von diesem meist durch einen schmalen, tonigen, schwefelkiesreichen Streifen: den sog. Vitriolletten getrennt. Ganz besonders hervorzuheben sind die vielfach auftretenden tonigen Partieen innerhalb des erzführenden Dolomites. Man pflegt wohl zwei Erzlagen, eine untere und eine obere, zu unterscheiden. Die untere, über dem Sohlenstein gele0gene zeichnet sich durch Vorwalten der kompakten Sulfide: Bleiglanz, Zinkblende. Markasit ans, die obere - in durchaus wechselnder Entfernung von der unteren - ist nesterartig-absätzig und durch Vorwalten von Bleiglanz gekennzeichnet. Zwischen beiden findet sich eine vorwaltend oxydische Erzpartie: reich an rotem Galmei und Branneisenerz. Die Frage nach der Entstehungsweise der oberschlesischen Erzlagerstätten ist eine langumstrittene, und das Interesse für sie ist beute ganz besonders dadurch in den Vordergrund gerückt worden, daß sich ganz allgemein die Aufmerksamkeit der Erzlagerstätenforscher auf nichtgangförmige sulfidische Vorkommen konzentriert hat.