Original paper

Über Pteraspis dunensis F. Roem. sp.

Drevermann, Fritz

Kurzfassung

Fischreste gehören im Unterdevon des rheinischen Schiefergebirges zu den Seltenheiten. Zwar werden in vielen Arbeiten einzelne Bruchstücke von Panzerplatten erwähnt, auch vollständigere Reste haben sich gelegentlich gefunden, aber im ganzen sind bisher doch nur spärliche Anzeichen für das Vorhandensein dieser Tierklasse im rheinischen Unterdevonmeere nachgewiesen worden. Unter den Placodermen sind es ganz besonders die seltsamen Pteraspiden, deren Vorkommen im rheinischen Gebirge zwar schon seit langem bekannt ist, die aber fast stets nur in einzelnen Bruchstücken sich gefunden haben. Die älteste bekannt gewordene Eifeler Art Pteraspis dunensis F. Roem. sp. möchte ich in den folgenden Blättern genauer besprechen. Außer dieser sind es rechtsrheinisch nur zwei Arten: Pt. rhenanus Schlüter aus Grauwacke mit Terebratula amygdala des Rheinlandes und Pt. (Scaphaspis) bonnensis Schlüter sp. aus den Schichten mit Rensselaeria strigiceps (also wohl Siegener Schichten) der Grube Wildermann zwischen Römlinghofen und Vinxel. Beide Funde wurden leider nicht abgebildet, sodaß eine genaue Vergleichung schon aus diesem Grunde ausgeschlossen ist Damit sind die rechtsrheinischen Funde von Pteraspiden erschöpft. Aus dem linksrheinischen Teil des Schiefergebirges war lange Zeit (außer Pt. dunensis) nichts von diesen eigenartigen Tieren bekannt. Erst neuerdings mehren sich die Anzeichen, daß auch hier derartige Reste recht weit verbreitet sind. Zuerst sammelten Lohest und Forir eine Reihe Dorsalschilder von Pt. rostratus Ag. oder einer nahestehenden Form in Gedinnien bei Ombret (Provinz Lüttich) in Belgien. Dann besprach Gosselet kurz zahlreiche Pteraspidenreste, die sich bei Liévin (Dep. Pas de Calais) in Nordfrankreich gefunden haben.