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Exkursion auf die Heuscheuer.

Flegel, Kurt

Kurzfassung

Profil des Heuscheuergebirges. Ausgangspunkt: Stadt Reinerz. (Bahnstation südlich der Heuscheuer.) Die Stadt Reinerz liegt auf mittelturonem Planer (Zone des Inoceramus Brongniarti), der bereits auf dem neu errichteten Bahnhof nördlich der Stadt angeschnitten ist und bequem in Augenschein genommen werden kann. Südlich der Stadt stößt der Pläner infolge einer Verwerfung direkt an Glimmerschiefer. Dieser bereits von Leppla konstatierte Sprung, ,die Grafenorter Quellenspalte", erstreckt sich von Reinerz bis Grafenort und. bildet das Gegenstück zu dem Bruche am Roten Berge bei Glatz. Von Reinerz führen zwei Hauptwege nach der Heuscheuer. Der erste, dem Tale folgend, über Roms, Friedersdorf und Friedrichsberg, der zweite, zwar etwas längere, aber desto angenehmere und interessantere über Rückers, Utschendorf den schattigen Abhang der Friedrichsgrunder Lehne entlang. Beide treffen sich in der Kolonie Friedrichsberg, beide führen geologisch vom Liegenden ins Hangende. Das tiefste aufgeschlossene Glied der Schichtenfolge bilden, wie schon erwähnt, die mittelturonen Planer, auf welchen die Stadt Reinerz steht. Der Cenomanquader und der unterturone Plänersandstein sind an dem erwähnten Bruche abgesunken. Nördlich von Reinerz kommt man, welchen von den beiden Wegen man auch einschlagen möge, in die Goldbach-Utschendorfer Quadersaudsteininsel, welche Leppla, auf tektonische Vorgänge zurückführen zu müssen glaubte, da in ihrer streichenden Fortsetzung nach Nordwesten Pläner ansteht.