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Das südafrikanische Dwyka-Konglomerat.

Philippi, Emil

Kurzfassung

Einleitung. Die Zeit für geologische Pionier-Arbeit ist in Südafrika endgültig vorüber. Landesuntersuchungen sind in Kapstadt und Pretoria am Werk, nach Johannesburg hat die Goldindustrie eine Anzahl hervorragender Gelehrter gerufen und selbst in dem entlegenen Buluwayo sind dauernd Fachleute an der Arbeit. Unter diesen Umständen darf der europäische Geologe, der einige Monate lang das Land bereist, nicht mehr auf Entdeckungen hoffen, welche für die südafrikanische Geologie von grundlegender Bedeutung sind. Wohl aber bieten ihm die verbesserten Verkehrsverhältnisse die Möglichkeit, in verhältnismäßig kurzer Zeit einen Überblick über die geologischen Verhältnisse zu gewinnen, wie er sich den früheren Reisenden erst nach langjähriger Tätigkeit erschloß. Naturgemäß wendet sich das Interesse der südafrikanischen Geologen vielfach in erster Linie Aufgaben der praktischen Geologie zu. Daß dadurch der Sinn für rein wissenschaftliche Fragen nicht abgestumpft wird, zeigt aber der Eifer, der von allen Seiten dem merkwürdigen Problem der jungpaläozoischen Vereisung entgegengebracht wird. Keine andere theoretische Frage hat so lebhafte Diskussionen hervorgerufen und keine übt auf den europäischen Reisenden einen so faszinierenden Reiz aus wie diese. Bekanntlich sind jungmesozoische und tertiäre Sedimente im Innern Südafrikas bisher noch nicht nachgewiesen worden. Die jüngsten Schichtgesteine gehören dem älteren Mesozoicum und jüngsten Paläozoicum an und stellen ein mächtiges und weit verbreitetes System von kontinentalen Bildungen dar, welche man als die Karru-Formation zusammenzufassen pflegt. Diese ruht sehr verschiedenen Gesteinen auf, im allgemeinen älteren im Norden, jüngeren im Süden, fast immer aber tritt an ihrer Basis ein sehr eigentümliches Konglomerat auf, für welches sich der Name ,Dwyka-Konglomerat" eingebürgert hat. Der glaciale Ursprung dieses Dwyka-Konglomerates ist es, der den Gegenstand der nachfolgenden Zeilen bilden soll.