Original paper

Beiträge zur Petrographie des westlichen Nord - Grönlands.

Belowsky, Max

Kurzfassung

Einleitung. Der Küstensaum der Westküste von Nord-Grönland zerfällt geologisch in zwei langgestreckte Zonen, von denen die innere, am Inlandeis gelegene, aus Gneisen und Schiefern mit ihren Einlagerungen besteht, während die äußere aus weichen tertiären und cretaceïschen Sandsteinen zusammengesetzt ist, in denen die Gänge der jungvulkanischen, basaltischen Gesteine aufsetzen. Die Verbreitungsgebiete der alten kristallinen Schieferformation und die der jüngeren sedimentären Gesteine mit ihren vulkanischen Gängen und Decken greifen ineinander über. Diese Sandsteine mit den sie durchsetzenden und deckenartig überlagernden jüngeren Gesteinen werden von den dänischen Autoren und auch von Erich von Drygalski mit dem Namen ,Trappformation" zusammengefaßt. Demgemäß zerfallen die auf der Westküste von Grönland zwischen dem 69. und 73. Grad nördlicher Breite gesammelten Gesteine in zwei große Hauptgruppen, von denen die erste durch die Gesteine der kristallinen Schiefer mit ihren Einlagerungen und den sie durchbrechenden Eruptivgesteinen, die zweite hauptsächlich durch Gesteine vom Habitus des Basaltes gebildet werden. Die mitgebrachten Gesteinsproben sind fast ausschließlich Gerölle und Geschiebe der Moränen, wie es ja infolge der Verwitterung der Gesteine und der Bedeckung durch die Eismassen nicht anders zu erwarten ist. Nur an wenigen Stellen ist das Anstehende, und namentlich das des Grundgebirges, in größerem Maßstabe zugänglich. Der Zweiteilung in der geologischen Gliederung des Landes entsprechend, zerfällt die vorliegende Arbeit in zwei Abschnitte: erstens in eine Beschreibung des kristallinen Grundgebirges mit seinen Einlagerungen und durchbrechenden Eruptivgesteinen und zweitens in eine solche der jüngeren Basaltformation.