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Die osthannöversche Kiesmoränenlandschaft.

Stappenbeck, Richard

Kurzfassung

Auf der Hochfläche, die das westliche Ufer des alten Urstromtales der Elbe im sog. Wendlande und im Lüneburgischen bildet, ziehen sich zwischen der Jeetze und der Ilmenau Reihen von Hügeln und Hügelzügen hin, die in der Nahe von Walmsburg bei Bleckede beginnen und sich in großen Gruppen am beutigen Elbufer entlang bis nach Hitzacker erstrecken, um von da an das linke Ufer der Jeetze bis etwa zum Dorfe Prisser zu begleiten. Bei Walmsburg breitet sich die Hügellandschaft aus; ihre Westgrenze verläuft von diesem Orte aus ungefähr südlich über Rohlingen und den Seißelberg zur Göhrde, um nunmehr in eine südöstliche Richtung einzubiegen. Alle zwischen diesen beiden Grenzen liegenden Gebiete - die Forsten Groß- und Klein-Lissa, Leitstade, Dragahn, Parpar und die Gegenden ,im Radelitz" und ,im Mosebusch" - sind mehr oder minder mit diesen Hügeln besetzt. Fast ohne Unterbrechung schließen sich hieran die Hügelgruppen des unteren Drawehns, besonders des Mützinger Berges, die nach Westen Ausläufer bis nach Timmeitz an der Grenze des Kreises Ülzen entsenden, während sich nach Süden die Höhen von Maddau vorschieben. Jenseits einer nicht allzu breiten und tiefen Senke beginnen die Hügel abermals, die hier den westlichen Teil des oberen Drawehns erfüllen: die Gegend bei Dickfeitzen, die Wüste Prezier und das Gelände zwischen den Orten Corvin, Clenze und Cassau im Osten und Schlannau, Quartzau und Starrel im Westen. Hier tritt eine abermalige Biegung der Hügelzüge ein, diesmal nach Südwesten. Durch die Lütenthiener Wüstenei ziehen sie sich über Loitze und Proitze bis Schäpingen, um sich dann noch einmal, durch eine schmale, flache Niederung getrennt, in den Müssinger Bergen zu größerer Höbe zu erheben. Sie haben also eine Nordsüdausdehnung von rund 50 km und eine Breitenerstreckung von 2-15 km.