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Entgegnung auf Herrn Blanckenhorns Bemerkungen zu meinem Vortrage: Über diluviale Flussschotter aus der Gegend um Neuhaldensleben, als Fandstätten paläolithischer Werkzeuge.

Wiegers, Fritz

Kurzfassung

In der Sitzung der deutschen geologischen Gesellschaft am 11. Januar sagte Herr Blanckenhorn in der Diskussion meines Vertrages: ,Die beiden ersten herumgereichten Feuersteinstücke aus dem besprochenen Interglacial von Neuhaldensleben haben mich an sich in Anbetracht des Fehlens charakteristischer Dengelung der Ränder und deutlicher Schlagnarben noch nicht von ihrer Natur als Artefakte des Menschen zu überzeugen vermocht. Doch will ich damit durchaus nicht bestreiten, daß dort keine Eolithe vorkämen. Ich bedaure nur, daß Herr Wiegers nicht mehr und bessere Proben vorgelegt hat, so wie seinerzeit Herr Hahne solche in einer Sitzung der hiesigen anthropologischen Gesellschaft aus dem Interglacial von Magdeburg vorwies, das den Beschreibungen nach stratigraphisch denselben Horizont repräsentiert." Zunächst hatte ich vorher erwähnt, daß die menschlichen Artefakte in der Hundisburger Kiesgrube von Herrn Dr. Favreau in Neuhaldensleben in größerer Zahl gesammelt seien und von ihm in der Sitzung der Berliner Gesellschaft für Anthropologie am 21. Januar 1905 besprochen würden, sodaß ich mich damit begnügen könne, eine Photographie der besten Stücke Favreaus in natürlicher Größe und zwei gelegentlich von mir gefundene Artefakte zu zeigen. Das größere dieser beiden Stücke, dem nach Ansicht Herrn Blanckenhorns jedes charakteristische Merkmal fehlen soll, habe ich nachträglich dem auch von Herrn Blanckenhorn als Autorität anerkannten Herrn Eduard Krause, Kustos am Berliner Museum für Völkerkunde, vorgelegt, welcher dasselbe als durchaus charakteristisch bezeichnet hat, da es eine große Schlagzwiebel, drei negative Schlagmarken, Retouche und Gebrauchsspuren aufweist. Inzwischen hat Herr Blanckenhorn auch Gelegenheit gehabt, sich in der Sitzung der Gesellschaft für Anthropologie davon zu überzeugen, daß, wie ich seinerzeit erwähnte, viele und völlig einwandsfreie sog. ,Eolithe" in der Kiesgrube gefunden worden sind.