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Das Devon der Ostalpen.

Scupin, Hans

Kurzfassung

IV. Die Fauna des devonischen Riffkalkes. II. Lamellibranchiaten und Brachiopoden. Einleitung. Nachdem Frech im Jahre 1894 in dieser Zeitschrift mit der Schilderung der organischen Beste des unterdevonischen Riffkalkes der karnischen Alpen und zwar zunächst der Crustaceen, Cephalopoden, Gastropoden und Würmer begonnen hatte, soll nach längerer Unterbrechung in Nachfolgendem die Besprechung der interessanten Fauna eine Fortsetzung erfahren. Herr Professor Frech hatte die Liebenswürdigkeit, mir die Weiterführung des Begonnenen zu überlassen, und stellte mir gleichzeitig sein gesamtes Material in freundlichster Weise zu Verfügung, wofür ich ihm auch an dieser Stelle noch meinen aufrichtigsten Dank aussprechen möchte. Durch weitere Aufsammlungen in zwei Sommern, bei denen mich zeitweise Herr Dr. Sturm aus Breslau freundlichst unterstützte, wurde das Material weiter vermehrt und auf mehr als den doppelten Umfang gebracht. Nach Fertigstellung des Manuskripts und der Tafeln erhielt ich noch reichliches Material von Herrn Spitz in Wien zugesandt, dem ich hiermit ebenfalls meinen aufrichtigsten Dank aussprechen möchte. Dasselbe konnte noch nachträglich mit verarbeitet werden, doch konnten die abzubildenden Arten nur noch als Textfiguren Aufnahme finden. Die in Folgendem gegebenen Untersuchungen erstrecken sich zunächst auf die nicht sehr zahlreichen Zweischaler, die sich nur zum geringeren Teile auf schon bekannte Arten anderer Fundpunkte beziehen lassen, und die besonders wichtigen, den Hauptteil der Fauna bildenden Brachiopoden. Leider war mir keine Gelegenheit gegeben, die von Stache aus den in Rede stellenden Schichten citierten Formen mit in die Untersuchung einzubeziehen. Soweit nichts besonderes bemerkt ist, entstammen die Stücke dem grauen Riffkalk.