Original paper

Über die Abgrenzung der Innenmoräne.

Martin, J.

Kurzfassung

Es ist eine langbekannte Tatsache, daß das Inlandeis eine Innenmoräne mit sich führt. Wenn es gleichwohl im allgemeinen nicht üblich ist, diese Moräne als ein besonderes Glied des Diluviums aufzufassen, so mag dies vornehmlich seinen Grund darin haben, daß sich ihrer Abgrenzung gewisse Schwierigkeiten entgegenstellen. Es soll daher hier die Frage erörtert werden, durch welche Eigenschaften die Innenmoräne von den übrigen Glacialablagerungen sich unterscheidet, und wie sie dementsprechend von diesen abzugliedern ist. Um Mißverständnissen vorzubeugen, muß ich einige Bemerkungen über meine Nomenklatur vorausschicken, die von der gebräuchlichen nicht unwesentlich abweicht. Das glaciale Diluvium zwischen Weser und Rhein habe ich in vier Stufen gegliedert: 4. Späthvitåglacial. 3. Inglacial, Innenmoräne oder Geröllglacial Moränenglacial. 2. Subglacial, Grundmoräne oder Geschiebeglacial 1. Frühhvitåglacial. Unter ,Hvitåglacial" verstehe ich die von den Gletscherflüssen (hvitåar) auf dem Vorlande des Inlandeises abgelagerten Sedimente, und ich unterscheide diese als ,Früh-" und ,Späthvitåglacial", je nachdem sie vor oder nach der Eisbedeckung entstanden sind. Als ,Moränenglacial" dagegen bezeichne ich die Endmoränen, sowie diejenigen Block-führenden Ablagerungen, welche hinter dem Eisrand aufgehäuft wurden. -