Original paper

Über die Entdeckung des Centnerbrunnens bei Neurode als Mineralquelle durch Prof. Dr. Frech in Breslau.

Dathe, Ernst

Kurzfassung

In der Schlesischen Zeitung vom Sonntag, den 23. April ist von Herrn Prof. Dr. Frech ein längerer Aufsatz: ,Über die schlesischen Mineralquellen" veröffentlicht worden. Der Artikel soll die Einleitung zu einer Reihe von Studien Über die schlesischen Bäder in genannter Zeitung bilden. Diese ist ein ausgezeichnet redigiertes und durchaus ernst zu nehmendes Blatt, das seit Jahren in seiner Sonntagsnummer oft interessante und wissenschaftlich vollständig auf der Höhe stehende und einwandfreie Aufsätze aus dem Gebiete der Mineralogie, Geographie und Geologie aus den Federn der Professoren Dr. C. Hintze, Dr. J. Partsch und Dr. G. Gürich gebracht hat. So einwandfrei sind die Artikel, die in den letzten Jahren auch von Herrn Prof. Dr. Frech darin erschienen sind, meist nicht; auch der vorher erwähnte gibt zu erheblichen Einwänden Anlaß. Diese vielen Unrichtigkeiten will ich hier nur insoweit berücksichtigen, als sie mit meinen Publikationen, namentlich mit den im vorigen Jahre erschienenen geologischen Spezialkarten der nördlichen Grafschaft (Neurode, Langenbielau, Rudolfswaldau und Wünschelburg), in Beziehung stehen. In dem Aufsatz der Schlesischen Zeitung, dem eine große Kartenskizze mit wirklichen und angeblichen Quellenspalten und Verwerfungslinien beigegeben ist, behandelt Herr Professor Dr. Frech u. a, die bekannte Taftsache, daß das Vorkommen von Mineralquellen von Gebirgsstörungen abhängig ist und sie auf Verwerfungen zu Tage treten, und ferner, daß die schlesischen Mineralquellen fast ausnahmslos in der Nähe von Eruptivgesteinen entspringen sollen.