Original paper

Erwiderung auf die briefliche Mitteilung von Herrn E. Stolley vom 4. April 1905.

Gagel, C.

Kurzfassung

Daß Herr Professor Stolley ähnliche Konglomerate, wie ich sie beschrieben habe, bereits 1895 beschrieben hat, ist leider sowohl mir, wie sämtlichen Fachgenossen, denen ich die Stücke gezeigt habe, aus dem Gedächtnis entschwunden gewesen. Im übrigen scheint es mir, daß meine Geschiebe doch wohl nicht ,zweifellos ident" mit den Stolley schen Geschieben sind, und die ganze Polemik Stolleys ist mir absolut unverständlich. Wo steht denn in meiner Notiz etwas von Geschieben, die nur aus Ramsåsagesteinen bestehen, und wo etwas von solchen, die ,anstatt" der Ramsäsagesteine Chalcedon, Quarzporphyre, Diabas etc. führen? Wenn ich gewisse Konglomerate beschreibe, deren Gerölle ,zu einem erheblichen Teil aus roten Kalken" bestehen, und fortfahre ,sehr zahlreich sind darin vertreten große Stücke dünnplattiger, sandiger Tonschiefer etc. etc., endlich ziemlich spärlich Chalcedone, Quarzporphyre, Diabase, Gneise und große Quarzkörner", wenn ich dann das soeben genau beschriebene Konglomerat ,mit Geröllen von Beyrichienkalk" abbilde, ein solches Konglomerat erwähne, in dem Gerölle von rotem obersilurischem Beyrichienkalk gefunden sind, nochmals ein solches Geschiebe (- das abgebildete -) erwähne, das ebenfalls Gerölle von rotem und gelbem Beyrichienkalk enthält, dessen Gerölle ,z. T." sehr auffallend den rotbraunen Beyrichiengesteinen Schönens ähneln, und endlich als Vergleich die Keupergesteine Schönens heranziehe, die ,archaeische bis silurische Gesteine im bunten Wechsel enthalten", so sollte man doch glauben, daß die Tatsachen und der Gedankengang klar und deutlich genug ausgedruckt sind, um bei einigem guten Willen nicht mißverstanden zu werden.