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Belemnites ultimus D'orb. und andere Versteinerungen aus der Kreideformation von Misburg bei Hannover.

Wollemann, A.

Kurzfassung

Im Jahre 1902 habe ich bereits zwei Mitteilungen über die Fauna der Kreideformation in Misburg gemacht. Seit dieser Zeit hat nun Herr Schrammen in Hildesheim die umfangreichen Aufschlüsse bei Misburg weiter gründlich ausgebeutet und ist der Ansicht, daß jetzt nicht viel neues mehr zu erwarten ist. Ich möchte deshalb nicht unterlassen, hier einige Bemerkungen über das von Herrn Schrammen in den letzten drei Jahren gesammelte Material, welches er mir gütigst zur Untersuchung überlassen hat, zu veröffentlichen. Besonders interessant scheint mir das Vorkommen von Belemnites ultimus D'orb. zu sein, von dem drei gut erhaltene Exemplare im Varianspläner gefunden sind. Das eine Stück ist mehr zylindrisch und entspricht der Fig. 4 bei Schlüter, während die beiden anderen Stücke mehr Neiguug zur Keulenform zeigen, wie dieses z. B. bei Fig. 5 bei Sculüter a. u. a O. der Fall ist. Genannter Autor sagt a, a. O. S. 185 von B. ultimus: ,Vielleicht steigt die Art auch bis in den Varians-Pläner." Ich habe bereits nachgewiesen, daß die Art bei Lüneburg auch bis in den Varianspläner aufsteigt. Aus dem Varianspläner von Misburg liegt mir ferner je ein sehr gut erhaltenes Exemplar von Peltastes clathratus Ag. sp., Pseudodia- dema Michelini Ag. sp. und Stereocidaris Hannoverana Schlüter vor; das erstere hat einen Durchmesser von 15 mm und eine Hohe von 9 mm. P. clathratus wird unter anderm aus dem unteren Rhotomagensispläner von Broitzem bei Braunschweig durch v. Strombeck erwähnt, ist auch von mehreren anderen Fundorten bekannt, kommt aber fast überall nur sehr selten vor. Das Gehäuse von Stereocidaris, Hannoverana ist 19 mm hoch und mißt 27 im Durchmesser.