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Noch einmal die ,postsilurischen nordischen Konglomerate" Gagels.

Stolley, Ernst

Kurzfassung

Eine Erwiderung Gagels auf meine briefliche Mitteilung vom 4. und 13 April 1905 macht einige kurze Bemerkungen meinerseits zu den Fragen des Alters und der Herkunft der besprochenen Konglomerate notwendig. Ich werde mich dabei streng an die Tatsachen halten, wie ich dies auch in meiner ersten Mitteilung getan habe, und glaube dadurch der Sache besser zu dienen als auf dem von Gagel in seiner Erwiderung leider beschrittenen Wege. Tatsächlich läßt Gagel in seiner ersten Mitteilung den Beweis, daß Gerölle von Ramsåsa-Gestein, Quarzporphyr, Diabas u.s.w. sämtlich in einem und demselben Gesteinsstück zusammen vorkommen, vermissen; daran vermag auch die jetzige ,Erwiderung" nichts zu ändern. Gagel sprach in ersterer einerseits von ziemlich häufigen groben Konglomeraten mit zahlreichen großen Stücken roter Kalke, dünnplattiger sandiger Tonschiefer, dünnplattiger toniger Sandsteine, minder zahlreichen Quarziten, spärlichen Chalcedonen, Quarzporphyren, Diabasen, Gneisen, Quarzkörnern und Phosphoriten, ohne ausdrücklich hervorzuheben, daß alle diese Stücke stets oder doch in einzelnen Fällen ein und dasselbe Geschiebe charakterisierten und ohne jeglichen Hinweis auf obersilurische Ramsåsa-Gerölle. Gagels Ausdrucksweise, in Sonderheit das Wort ,darin", auf welches Gagel jetzt so großen Wert legt, kann ebensowohl bedeuten, daß in den ,ziemlich häufigen", also vermutlich in größerer Anzahl gesammelten Konglomeraten von einander offenbar sehr ähnlicher äußerer Beschaffenheit die genannten Geröllstücke nicht immer alle miteinander, sondern nur überhaupt, bald in dieser, bald in jener Vergesellschaftung vorkommen.