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Trias-Dinosaurier Europas.

v. Huene

Kurzfassung

Seit ca. 4 Jahren beschäftige ich mich mit den triassischen Dinosauriern Europas. Da die Veröffentlichung sich länger, als ich dachte, hinauszieht, schien es mir am Platz, hier über einige der Resultate zu berichten: Dinosaurier müssen namentlich in der jüngeren Triaszeit sehr verbreitet, häufig und formenreich gewesen sein (Europa, Süd-Afrika, Indien, Australien, Ost- und West-Nordamerika). Wo man sie findet, sind meist mehrere Individuen beisammen. Ich konnte im ganzen Skeletteile und Zähne von über 60 Exemplaren untersuchen. So sehr ich auch von dem. Gedanken ausging, Gattungen und Arten möglichst wenig zu zersplittern, so bin ich doch auf 24 Arten gekommen, wovon drei allerdings nur isolierte Zähne sind. Die 24, resp. 21 Arten verteilen sich auf 8 Genera. Der Umstand, daß unter den verhältnismäßig wenigen Individuen so viele Gattungen und Arten vertreten sind, zeigt, daß die Formenfülle eine außerordentlich große gewesen sein muß und wir bei zukünftigen Funden noch viel neues zu erwarten haben. Alle gehören der Gruppe der Theropoden an und sind also nach gemeinsamem Grundplan gebaut. Ich will nur weniges hervorheben. Der Schädel konnte leider zur Systematik nicht benutzt werden, da bei zu wenigen Funden Teile desselben ans Licht kamen. Plateosaurus Erlenbergiensis und Thecodontosaurus antiquus haben die besten Schädelstücke geliefert. Der Unterkiefer stimmt mit dem kürzlich von Lambe beschriebenen von Dryptosaurus weitgehend überein. Ein kleines Coronoideum ist vorhanden; die Fossa alveolaris ist sehr breit, ein Durchbruch fehlt.