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c. Nach der Versammlung. Ausflug in die Schwäbische Alb.

Fraas, Eberhard; Koken, Ernst

Kurzfassung

1) vom 17.-19. August unter Führung von Herrn Fraas. Nachdem per Bahn und Wagen in möglichster Geschwindigkeit Holzmaden errreicht wurde, begann dort die Exkursion zunächst mit der Besichtigung der reichen, von dem Präparator Bernhard Hauff ausgelegten Fundstücke, welche ein treffliches Bild sowohl des Rohmateriales als auch der Präparierungsmethoden und der fertig präparierten Prachtexemplare der Fossilien aus Lias-Epsilon boten. In dankenswerter Weise hatte B. Hauff auch seine Privatsammlung zur Aufstellung gebracht, ebenso wie reichlich Gelegenheit zur Erwerbung von Petrefakten geboten wurde. In dem benachbarten Steinbruche konnte sodann das Profil durch Lias-Epsilon der Holzmadener Gegend und die einzelnen Lagen, in welchen die Fossilien auftreten, vorgeführt werden. In rascher Fahrt wurde über Weilheim Hepsisau erreicht und von dort aus der Anstieg nach dem Randecker Maar unternommen. In dem Maare selbst wurde zunächst die Randzone mit dem Kontakt gegen Weiss-Jura-Alpha und dem mächtigen Mantel von eingestürztem Jurakalk an der Böschung des neuen Weges Hepsisau-Ochsenwang besichtigt. Ausserdem waren Aufschlüsse in den Dysodilschiefern, welche den unteren Teil des Maarbodens bedecken, geschaffen worden, so daß sowohl deren Einschlüsse an Pflanzen als auch die eigentümlichen Verkieselungen und Stauchungen beobachtet werden konnten. Am oberen Rande des Maares kommen auch noch Tertiärkalke mit Landund Süßwasserschnecken zum Vorschein, welche besonders wichtig zur Altersbestimmung erscheinen. Der Weg über das Hochplateau von Ochsenwang nach der Diepoldsburg und der Ruine Rauber bot wenig Interessantes, und leider war die schöne Lokalität in Weiss-Jura-Alpha im Sattelbogen infolge heftigen Regens zum Sammeln wenig einladend.