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Posidonia Bronnii in tertiärem Basalt.

Becker, Ernst

Kurzfassung

Der Wartenberg (848 m ü. d. M.) bei Geisingen bildet einen Kegel aus allen Braun-Jura-Schichten nebst einem unbedeutenden Reste des sonst denudierten Weiß-Jura. An mehreren Stellen ist die Sedimentformation von tertiärem Basalt durchbrochen, der wahrscheinlich der Reihe der Nephelin-Basalte) angehören dürfte. Der an der Nordostflanke zutage anstehende Basalt und zwar in Braun Epsilon führt unter einer Reihe jurassischer Einschlüsse auch solche, deren ausgesprochene schieferige Teilbarkeit schon den Verdacht erweckt, daß hier aus der Tiefe heraufbeförderte. Bruchstücke einer jurassischen Schieferabteilung vorliegen möchten. Die aschgraue Farbe deutet auf Posidonien-Schief er hin, obwohl dieses Merkmal für sich allein kein sicheres Kriterium abgeben kann, indem die jetzige Farbe der Einschlüsse infolge der Hitzewirkung nicht mehr die ursprüngliche zu sein braucht. Da der Basalt in den Varians-Schichten ansteht, so ist es nicht erstaunlich, daß in demselben sich massenhafte Einschlüsse aus genannter Zone mit meist gut erhaltenen, weiß gebrannten Leitfossilien befinden. Die Opalinustone dürften kaum geeignet sein, um in dem Magma nach dessen Erstarrung ihren schiefrigen Charakter zu bewahren. Die grau-schiefrigen Einschlüsse schwanken bezüglich ihrer Dimensionen zwischen Faustgröße und 1/2 m, zeigen meist kreisrunden oder ovalen Querschnitt. Daß wir es tatsächlich mit losgerissenen Schollen aus dem erwähnten Lias-Horizont zu tun haben, wird erwiesen durch ein kleines Stück mit vorzüglich erhaltenen Abdrücken von Posidonia Bronnii und zwar in vier Exemplaren und einem fünften als Fragment.