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Schlusswort betreffend die postsilurischen Konglomerate.

Gagel, C.

Kurzfassung

In Nr. 8 S. 290 dieser Monatsberichte vom Oktober dieses Jahres setzt Herr Prof. Dr. Stolley die Polemik über die postsilurischen Konglomerate fort. Ich kann von einem näheren Eingehen auf diese Aus führung des Herrn Prof. Dr. Stolley absehen und muß die Fachgenossen, die sich für diese Angelegenheit noch interessieren, auf meine Erwiderung vom 15. Mai verweisen, wo sie alles zur Beurteilung der Sachlage nötige finden. Zur Sache selbst habe ich als neue Tatsache noch zu bemerken, daß, wie ich mich in diesem Sommer in Kiel persönlich überzeugt habe, die Konglomerate Stolleys tatsächlich identisch sind mit den meinigen. Abgesehen davon, daß sie etwas kleinstückiger sind als das von mir abgebildete Geschiebe von Tramm und die Mehrzahl unserer märkischen Geschiebe, sind sie diesen allen zum Verwechseln ähnlich. Das erste, was ich nun bei genauem Betrachten der Originale Stolleys im Kieler Museum sah, war ein pfefferkorngroßes Quarzgerölle; bei näherem Zusehen fand ich noch ein halb erbsengroßes, glattes, glänzendes Gerölle, das sich nicht mit dem Messer ritzen ließ, also etwas krystallines sein mußte. Was es war, konnte ich wegen der eisenschüssigen Hülle nicht feststellen, ich hätte es sonst herauslösen und mit heißer Salzsäure behandeln, also die Beweiskraft dieses nicht mir gehörigen Stückes zerstören müssen. Herr Prof. Dr. Haas, dem ich es sofort zeigte, hat sich von der Anwesenheit dieses krystallinen Gemengteils der Konglomerate überzeugt. Weder in der ersten Arbeit von Herrn Prof. Dr. Stolley noch in der ,Bemerkung" von Stolley steht das geringste davon, daß diese seine Konglomerate krystallines Material enthalten - es war also beim besten Willen für niemand möglich, nach der Literatur Stolleys Geschiebe mit den meinigen zu identifizieren.