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Diluviale Faltungen des Tertiärs nördlich von Gardelegen.

Wiegers, Fritz

Kurzfassung

Die ersten Mitteilungen über das Tertiärgebirge im Kreise Gardelegen verdanken wir v. Koenen, der fossilienreiche Mergel aus der Nähe von Wiepke, eines etwa 10 km nördlich von Gardelegen befindlichen Dorfes, beschrieb, die er zum Oberoligocän stellte. 1868 vervollständigte er die Fossilienliste und führte ausserdem an, daß der unter dem Mergel in einer Grube angetroffene blaue Ton auf Grund der von Reuss in ihm gefundenen und bestimmten Foraminiferen als Septarienton anzusprechen sei. Seitdem sind die Aufschlüsse nicht unerheblich vergrößert worden, so daß sie jetzt ein klareres Bild von der Lagerung der Schichten geben. Es befinden sich zwei kleinere Mergelgruben südwestlich von Wiepke; in der östlichen streicht der Mergel fast NS bei einem Einfallswinkel von 10-15 ° nach OSO. Mitten durch die Grube geht eine Verwerfung, die O 114 ° S streicht und mit 65 ° nach WNW einfällt. In der zweiten Grube streichen die Schichten, die verschiedentlich durch kleine Querverwerfungen mit geringer Sprunghöhe gegeneinander verworfen sind, N 315-330 ° W und fallen mit 40 ° nach NO ein; unterlagert werden sie nach v. Koenen von Septarienton. Am schönsten aufgeschlossen ist die Hauptgrube, westlich von Wiepke, etwa in der Mitte zwischen diesem Dorfe und Zichtau gelegen. Das Profil durch diese Grube von Süd nach Nord ist folgendes: Zuerst etwa rechtwinkelig umgebogene Schichten von Diluvialsand, deren unterer Schenkel ungefähr horizontal verläuft; dann biegt sich die Falte auf, die Schichten stehen saiger, in sie eingepreßt ist eine 1/2 m mächtige Bank von tertiärem Glimmersand;