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Zur Geologie der südöstlichen Rheinpfalz.

Renz, Carl

Kurzfassung

Die im Bereiche des Kartenblattes Speyer der geologischen Karte Bayerns von mir vorgenommenen Untersuchungen haben einige neue Ergebnisse geliefert, die in den folgenden Ausführungen kurz mitgeteilt werden sollen. 1. Über Lias und Rhät im Queichtal. Auf der Südseite des Queichtals, kurz nach dem Durchbruch der Queich durch den Gneis von Albersweiler und ihrem Austritt aus dem Gebirge, konnte in der Nähe der dortigen Keuper-Bildungen auch Lias festgestellt werden. Während im pfälzischen Keuper, mit Ausnahme der obersten, von mir neu nachgewiesenen Schichten, Aufschlüsse vorhanden sind, die eine genauere Untersuchung gestatteten, traten bisher Lias-Ablagerungen nicht zu Tage. Nur lose umherliegende Gesteinsstücke mit Liasfossilien, die bei den Weinbergrodungen herausgegraben worden waren, verrieten das Anstehen des Jura unter dem tiefgründigen, reich angebauten Acker- oder Weinbergboden. Jetzt sind Ablagerungen liasischen Alters auch anstehend aufgeschlossen worden. Der Lias im Queichtal ist bis jetzt die einzige Vertretung der Juraformation in der Rheinpfalz. Am Ohrenberg, in der Nähe von Siebeldingen, hatte Gümbel in losen Brocken eines grauen, mergeligen Kalkes, die nach seiner Annahme aus den dortigen Weinbergen stammten, Liasfossilien entdeckt. Er zitiert von hier folgende Arten: 1. Psiloceras Johnstoni, 2. Arietites semicostutus, 3. Belemnites acutus, ...