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Laken als Bildner von Erzlagerstätten.

Ochsenius, Karl

Kurzfassung

Die Abhandlung F. Hornungs: ,Ursprung und Alter des Schwerspates und der Erze im Harze" in Bd. 57 dieser Zeitschr. S. 291-360 veranlaßt mich zu folgender Ausführung. Der 29. Versammlung der Deutschen geologischen Gesellschaft trug ich am 8. August 1881 die Überzeugung vor, daß die meisten Erzlagerstätten in unsern marinen Sedimentgesteinen auf Wirkung von salinischen Lösungen, die die Erzpartikel erbrachten, zurückzufahren sei. Dazu gehörte jedoch der tatsächliche Beweis, das konzentrierte Salzlaken imstande seien, die Erzpartikel zu lösen. Ich hatte damals schon, am 24. Mai 1880, Proben von fein gepulvertem Kupferkies und Kupferglanz angesetzt mit einer Lösung von 2,59 Chlornatrium, 3,16 Chlormagnesium, 1,85 Magnesiumsulfat, 0,53 Chlorkalium und 0,33 Beomnatrium, d. h. mit Deiner Flüssigkeit, die der Zusammensetzung von Mutterlaugen entspricht, die bei gewöhnlicher Temperatur kein Wasser mehr verdunsten lassen. Die offenen Gläser blieben sich selbst überlassen, ihr Inhalt ließ jedoch Anfangs August 1881 noch keine Chlorkupferfärbung erkennen. Ganz anders aber im Juni 1904, also nach 24 Jahren. Wilhelm Noack untersuchte im hiesigen Marburger pharmazeutischen Institut den Inhalt der beiden Gläser und fand, daß auf 0,0572 Kalium, 0,07 Kupfer beim Kupferkies und auf 0,0435 Kalium 0,054 Kupfer in Lösung gegangen waren beim Kupferglanz.