Original paper

Über die Gliederung des Diluviums zwischen Halle und Weissenfels.

Weissermel, [Waldemar]; Siegert, [Leo]

Kurzfassung

In den Jahren 1901-05 waren wir mit der geologischen Kartierung der Gegend zwischen Halle und Weißenfels beschäftigt. Die Resultate dieser Aufnahmearbeiten werden außer auf den Blättern und in den Erläuterungen der geologischen Spezialkarte des Königreichs Preußen im Jahrbuch der Kgl. Preuß. Geol. L.-A. ausführlich zur Darstellung gelangen. Hier soll nur der Teil dieser Ergebnisse, welcher sich auf das Diluvium bezieht, in kurzen Zügen geschildert werden. Unser Arbeitsgebiet war so verteilt, daß L. Siegert im wesentlichen die Gegend rechts der Saale, W. Weissermel das Gebiet links der Saale untersuchte. Die genauere Verteilung ergibt sich aus der beigefügten Kartenskizze. I. Das Gebiet rechts der Saale. Von L. Siegert. An dem geologischen Aufbau der Gegend zwischen Halle und Weißenfels nehmen, abgesehen von den räumlich wenig ausgedehnten Gliedern des Rotliegenden, vor allem triadische Ablagerungen teil. Auf ihrer sanft welligen Oberfläche lagerten sich die verschiedenen Glieder der oligocänen Braunkohlenformation ab, wodurch die Unregelmäßigkeiten des Bodenreliefs größtenteils ausgeglichen wurden. Die Ablagerungen des Diluviums haben diese nivellierende Tätigkeit fortgesetzt, so daß unser Gebiet einen ausgesprochen ebenen Charakter trägt. Die diluvialen Ablagerungen scheiden sich hier wie überall im Gebiete des Randdiluviums in 2 große Gruppen, in reine Glazialablagerungen (Grundmoränen, Sande, Endmoränen etc.) mit wesentlich nordischem Material und in fluviatile Ablagerungen mit wesentlich südlichem Material.