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Inwieweit lassen sich die Erze als Leiterze benutzen?

Krusch, Paul

Kurzfassung

Die Erztabellen, welche man in den Lehrbüchern findet, sind in der Regel nur mineralogische Aufzählungen, ohne Berücksichtigung der Häufigkeit des Auftretens der Erze auf ihren Lagerstätten und ihre lagerstättliche Position. In diesen Übersichten, deren Erze häufig nichts anderes gemeinsam haben, als daß sie alle das betreffende Metall enthalten, kommt also die Bedeutung, welche die einzelnen Erze für die Erforschung und Beurteilung der Lagerstätten haben, nicht zum Ausdruck. Diese Bedeutung hängt nicht nur von der Menge, sondern zum nicht geringen Teil auch von dem Gebundensein an bestimmte, durch Zersetzungsprozesse bedingte Zonen, die sog. sekundären Teufenunterschiede ab, bei denen bekanntlich der Grundwasserspiegel eine wesentliche Rolle spielt. Zieht man lediglich das Mengenverhältnis in Betracht, so Überwiegen in der Regel die primären Erze. Bei weitem nicht immer proportional den Erzmengen verschiedener Gruben, sind die Metallmengen, auf die es bei der Beurteilung der Bauwürdigkeit unserer Erzlagerstätten zum großen Teil ankommt. Während wir meist eine ziemlich regel- oder wenigstens gesetzmäßige Verteilung des Metallgehaltes in den primären Erzen unter dem Grundwasserspiegel finden, zeigt sich über demselben an vielen Stellen eine mehr oder weniger große nachträgliche Verschiebung, deren klare Erkenntnis notwendig für das Verständnis des betr. Erzvorkommens ist.