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Über (Volta sp.)

Cramer, Rudolf

Kurzfassung

Die reiche Fischfauna der früher sehr ergiebigen obereocänen Kalkschiefer des Monte Bolka bei Verona ist durch die für ihre Zeit mustergiltige Monographie von G. S. Volta (2) weiteren Kreisen bekannt gemacht worden. Die Anschaulichkeit der von Volta gegebenen Abbildungen ließ, wie man vermuten kann, eine neue zeitgemäße Bearbeitung dieser Fischfauna unnötig erscheinen, trotzdem die Art seiner Darstellung und Beschreibung jede genauere Methode vermissen läßt. Ungefähr in der Mitte des vorigen Jahrhunderts gab Agassiz (7) eine kritische Revision dieser Arbeit, und in späterer Zeit wurden hierzu eigentlich nur Nachträge geliefert, so von Zigno (14,15) und Heckel (10). Vor nicht langer Zeit wurde auch von Jaekel (19) eine Neubearbeitung wenigstens der Selachier vorgenommen. Eine große Zahl von Telestomen dieser Schichten ist ganz neuerdings durch Eastman (28) einer Bearbeitung unterzogen worden, aber diese weist besonders den einen Mangel auf, daß die Photographieen, durch die er sein Material reproduziert, genaue Studien über den Skelettbau zu machen nicht gestatten. Da gerade hierin eine völlige Klarstellung sehr erwünscht sein muß, habe ich auf Anraten des Herrn Professor Dr. Jaekel eine kritische Untersuchung und Darstellung eines Vertreters der obereocänen Teleostomenfauna des Monte Bolka unternommen und zu diesem Zwecke einen der bekanntesten und markantesten Typen gewählt, nämlich die Spezies Mene rhombeus. Vielleicht gibt vorliegende Arbeit einen Anstoß zu weiteren genauen Untersuchungen über dort vorkommende Typen, die ja durch die Vorzüglichkeit ihrer Erhaltung sehr erleichtert werden dürften. Die Literatur, die speziell über das Genus Mene vorliegt, ist sehr dürftig, wie ja überhaupt genaue Beschreibungen von fossilen Teleostiern bis jetzt nur sehr wenig vorhanden sind. Aus historischem Interesse sei angeführt, daß im Jahre 1755 G. W. Knorr auf Tafel XXII seiner Sammlung von Merkwürdigkeiten (1) einen Fisch ohne nähere Angabe von Fundort und Namen abbildet, der seiner Form nach wohl mit den mir vorliegenden Exemplaren identisch sein dürfte. Der erste, der eine genauere Beschreibung gibt, ist G. S. Volta in der Ittiolitologia Veronese (2). Er nennt den Fisch Scomber rhombeus; seiner Schilderung ist aber heutzutage kein großer Wert beizulegen, da er sich mit