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Einige Bemerkungen zur Geologie der Umgegend von Eberswalde und zur Eolithenfrage.

Krause, Paul Gustaf

Kurzfassung

In einem in dieser Zeitschrift unlängst veröffentlichten Aufsatze hat Herr F. Wiegers versucht, ,den jetzigen Stand der deutschen Eolithen-Wissenschaft einer kritischen Betrachtung zu unterziehen insbesondere in Hinsicht auf die in Frage kommenden geologischen Verhältnisse." Er ist dabei auch auf die Lagerstätte der von mir aus der Eberswalder Gegend beschriebenen Funde zu sprechen gekommen. Ich hatte auch in dem letzten der unten angeführten Aufsätze die betreffenden Schichten noch als interglazial bezeichnet, weil mir meine Bedenken und Einwände dagegen noch nicht völlig spruchreif erschienen. Aber ich hatte in den im Anschluß an meinen Vortrag in der nächsten Zeit darauf gepflogenen Unterredungen verschiedenen Fachgenossen, u.a. auch Herrn Dr. Wiegers, die Möglichkeit auseinandergesetzt, daß es sich auch um jungglaziales Alter handeln könne. Dies war im Jahre 1904, also lange bevor Herr Wiegers seinen in Rede stehenden Aufsatz verfaßte. Ich habe ihn dann im vergangenen Winter noch einmal daran erinnert und ihn dabei auch wieder darauf aufmerksam gemacht, daß es meine Absicht sei, in einem Aufsatze über die geologischen Verhältnisse der Eberswalder Gegend, den ich schon länger plante, und für den ich schon seit einer Reihe von Jahren Material sammelte, diese Frage eingehender zu behandeln. Ein neuerer Aufschluß am Bahnhof Eberswalde, der bei der Durchlegung einer zur Viktoriastraße parallelen Straße geschaffen ist, deutete zu Gunsten einesjungdiluvialen Alters der Kieslager. Da Herr Wiegers in seinem Aufsatze, obwohl er weder die Eberswalder Gegend noch die in Rede stehenden Profile aus eigener Anschauung kennt, meine obigen Mitteilungen an ihn verwertet, ohne ihre Quelle zu nennen - ein Verfahren, das er auch andern, z.B. Herrn Menzel gegenüber eingeschlagen hat - so veranlaßt mich dies zu den folgenden Ausführungen.