Original paper

Über eine Gliederung in den Siegener Schichten.

Denckmann, August

Kurzfassung

Herr A. Denckmann legte in zweiter Korrektur eine Arbeit vor, die unter dem Titel ,Mitteilungen über eine Gliederung in den Siegener Schichten" im Jahrbuche der Geologischen Landesanstalt für 1906 (S. 1 ff.) im Erscheinen begriften war. Die in dieser Arbeit durchgeführte Gliederung des Siegener Unterdevon wurde eingehender erörtert, die charakteristischen Gesteine und Petrefakten der einzelnen Horizonte wurden der Gesellschaft vorgelegt; der Vortrag wurde durch eine Übersichtskarte der bis dahin durchgeführten Gliederung im Siegerlande und in benachbarten Gebieten erläutert. Von neueren Beobachtungen, die zum Vortrage gebracht wurden, und die in der vorgelegten Publikation noch nicht enthalten sind, ist Folgendes zu erwähnen: 1. Die Untersuchungen des Sommers 1906 haben ergeben, daß die tiefen Siegener Schichten sowohl, wie das Gedinnien (letzteres in der Ausbildung als Wildberger Grauwacke) im unteren Sieggebiete unterhalb Wissen eine außerordentliche Verbreitung besitzen. Dem Gedinnien gehören beispielsweise die Gebirgskämme Nutscheid auf dem rechten und Leuscheid auf dem linken Siegufer an, wahrend die mächtigen Grauwackensandsteine, die im Moosbacher Tale, ferner im Siegtale in der Gegend von Au, Herchen, Schladern etc. in zahlreichen Steinbrüchen ausgebeutet werden, dem Spezialhorizonte der Grauwackensandsteine von Odenspiel in den tiefen Siegener Schichten zugerechnet werden müssen. Im Gebiete der oberen Sieg und des Ferndorfer Baches ist eine außerordentliche Verbreitung der tiefen Siegener Schichten testgestellt worden. An den Aufschlüssen der neuen Eisenbahnlinie Rotemühle-Freudenberg sind gleichfalls die tiefen Siegener Schichten in weiter Verbreitung quer zum Schichtenstreichen aufgeschlossen worden.