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Bericht über die Exkursionen der Deutschen geologischen Gesellschaft vor der Versammlung in Coblenz.

Leppla, August

Kurzfassung

Die Ausflüge vor der Versammlung sollten einen allgemeinen Einblick in den Bau des Taunus verschaffen. Sie verteilten sich auf 2 Tage und zwar derart, daß der 1. Tag wesentlich den vordevonischen, der zweite dagegen den unterdevonischen Bildungen gewidmet war. Die Teilnehmer begaben sich am 7. August von Wiesbaden, dem Treffpunkt, nach Sonnenberg um die dortigen Brüche im Sericit-Gneis (K. Koch) zu besichtigen, der von manchen Petrographen als ein metamorpher Granit oder Quarzphorphyr betrachtet wird. Dieselben Gesteine wurden dann noch mehrfach am Weg zum Bahnholz beobachtet. Hier bot sich Gelegenheit, den Hornblende-Sericitschiefer (K. Koch) gut aufgeschlossen zu sehen. Das dunkelgrüne feinkörnige Gestein wird neuerdings als ein gestreckter Diabas aufgefaßt. Dann wurde der Rückweg durch das Nerotal nach Wiesbaden genommen und hierbei könnten die bunten Glimmer- und Sericitschiefer, in der Nahe der Leichtweishöhle auch die Sericitgneise besichtigt werden. Der Nachmittag brachte einen Ausflug in die Mosbacher Sande beim Bahnhof Kurve und in die untermiocänen Schichten am Hessler. Der Ausflug vom 8. August nahm vom Bahnhof Bingerbrück seinen Ausgang. Längs des linken Rheinufers ließ sich hier in Steinbrüchen und Felsen an der Straße ein allgemeiner Einblick in die Schichten des Unter-Devons gewinnen. Die bunten Phyllite (K. Koch) in ihren reinen und körnigen Ausbildungen, ihren Quarziten, konnten gegenüber Assmannshausen, die Hermeskeilschichten und Taunusquarzite zwischen Bingerbrück und Schweizerhaus und die Hunsrückschiefer unterhalb Sonneck an der Straße bis Bacharach gezeigt werden. Der Bau des Gebirges ließ sich in seinen allgemeinen Zügen an dem ziemlich unbedeckten Gehänge des rechten Rheinufers einigermaßen erläutern. Die Teilnehmer, benutzten alsdann von Bacharach aus die Eisenbahn nach Koblenz.