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Basaltdurchbrüche und Rheinterrassen bei Linz; Rolandseck und Rodderberg

Kaiser, Erich

Kurzfassung

Ein etwa einstündiger Marsch brachte die Teilnehmer von Linz aus zunächst nach dem Hummelsberg, wo durch Steinbruchsbetrieb die Lagerungsform und Ausbildung der Basaltkuppen gut Aufgeschlossen ist. Der Basalt ist durch devonische Schiefer und Sandsteine durchgebrochen, die in dem Aufschlüsse an der SW-Seite des Berges jetzt stark zersetzt sind. Die Zersetzung hat zu Brauneisensteinanreicherungen auf Klüften, Spalten und Schichtfugen Veranlassung gegeben. An der steil gegen den Basalt einfallenden Grenzfläche Devon-Basalt liegt stellenweise ein Rest von Tuffen, die der Tuffumkleidung des Stratovulkans entstammen, deren Erosionsrest uns jetzt in der Basaltkuppe vorliegt. Dieses von Laspeyres als ,Grenz"tuff bezeichnete Gebilde ist am Hummelsberg nur im schmalen Bande erhalten, während an anderen Bergen dieses ,Grenz"tuffband zuweilen größere Bedeutung erlangt. Nur an wenigen Stellen ist eine bedeutendere Tuffmasse erhalten geblieben, die den Schlacken entspricht, die auf der in dem Krater aufsteigenden Lava abgelagert wurden. So liegt auf dem Basalte des Hummelsberges eine größere Masse von (stark zersetzten) Basalt-Tuffen und Schlacken, die durch besondere Hervorragungen des Basaltes vor der Erosion bewahrt geblieben sind. Die Lava ist eben in dem Krater nicht nur aufgestiegen, diesen mehr oder weniger ausfüllend. Sie ist vielmehr zwischen die Schlacken eingedrungen, hat vielleicht auch größere Massen der Schlacken gehoben. Ein ganz anregelmäßig geformter Kern entstand hierdurch, von dem aus mannigfache Apophysen größten Maßes in die Tuffe hineinragten. Diese Apophysen konnten der Erosion besonderen Widerstand entgegensetzen und so die Tuffe vor der Fortführung bewahren.