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Siebengebirge.

Kaiser, Erich

Kurzfassung

Dieser Tag sollte einen möglichst gedrängten Überblick über das Siebengebirge geben, was durch reichliche Zuhilfenahme von Wagenfahrten erreicht wurde. Es muß besonders betont werden, daß die Durchführung der Exkursionen an diesem Tage wesentlich erleichtert wurde durch das liebenswürdige Entgegenkommen des von H. von Dechen gegründeten ,Verschönerungsveriens für das Siebengebirge", der sich die Erhaltung der landschaftlichen Schönheiten des Siebengebirges mit großem Erfolge zur Aufgabe gemacht hat. Der 2. Vorsitzende des Vereins, Herr B. Stürtz-Bonn, begrüßte die Exkursionsteilnehmer bei dem Frühstück in Heisterbach. Das Siebengebirge zeigt auf devonischem Untergrunde einen Sockel von untermiozänen (Laspeyres: oberoligozänen, Schichten, die zuunterst aus Tonen, diesen auflagernden Sanden) Kiesen sowie daraus durch Verkieselung entstandenen Sandsteinen (,Quarzit", Braunkohlensandstein, Knollensandstein) und Konglomeraten bestehen. Sie werden überlagert von Trachyttuffen, die lokal verschiedenartige Ausbildung besitzen. Die auf den Trachyttuffen auflagernden ,Hangenden Schichten", bestehend aus Tonen, Sanden, Braunkohlen und Basalttuffeinlagerungen, sind auf dem Exkursionswege nicht berührt worden. Vulkanische Gesteine sind durch diese Sedimente, mit Ausnahme der Basalte vor der Ablagerung der hangenden Schichten durchgebrochen. Trachyte sind die ältesten vulkanischen Gesteine; jünger sind die Andesite, und diesen endlich folgten die Basalte. Die Ausbruchszeit des Essexit und seiner Begleitgesteine in der Umgebung der Löwenburg, denen neuerdings durch C. Busz eine besondere Stellung zugesprochen wird, ist wahrscheinlich zwischen die des Andesit und des Basalt einzureihen.