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Tertiär und Diluvium zwischen Bonn und Cöln.

Kaiser, Erich

Kurzfassung

Der letzte Exkursionstag war der Niederrheinischen Bucht und in Sonderheit dem ,Vorgebirge" (Ville) zwischen Bonn und Cöln gewidmet. Von Bonn aus erreichte man mittels der neuen elektrischen Rheinuferbahn den Ort Wesseling, halbwegs zwischen Bonn und Cöln. Hier standen, zum Teil infolge des liebenswürdigen Entgegenkommens der Verwaltungen der Braunkohlengruben bei Brühl Wagen bereit, mit denen man zunächst nach dem Brühler Wasserturm bei Berzdorf fuhr. [Der Exkursionsweg dieses Tages ist auf dem Kärtchen Figur 6 näher bezeichnet.] Die Figuren 6 und 7 sind von Herrn G. Fliegel nach Aufnahmen von ihm und von E. Kaiser entworfen worden. Man steht am Berzdorfer Wasserturm mitten in der sogenannten Bonn-Cölner Bucht, dem östlichen Teile der Niederrheinischen Bucht, die durch den Höhenzug des Vorgebirges in zwei Teile getrennt wird, einen östlichen, die Bonn-Cölner Bucht, und einen westlichen, der im wesentlichen von der Erftniederung eingenommen wird. Der Rhein hat seine Schottermassen nur zur Hauptterrassenzeit über die Höhen des Vorgebirges und darüber weit nach Westen hinaus aufgeschüttet. Die Phasen der späteren Erosionstätigkeit sind nur in der Bonn-Cölner Bucht zu beobachten. Man sieht von Berzdorf aus im Westen, ungefähr 41/2 km entfernt, den Anstieg zum Vorgebirge, im Osten, ungefähr 11 km entfernt, den Anstieg zu den Höhen des Bergischen Landes. Das Gehänge des Vorgebirges zeigt in der Nachbarschaft von Brühl nur wenig von Flußterrassen zwischen der Hauptterrasse und der Mittelterrasse. Die meisten Reste dieser Terrassen sind unter dem Löß verdeckt. Es ist wahrscheinlich, daß im Untergrunde der Stadt Brühl noch höhere Terrassen über dem Niveau der Mittelterrasse auftreten, die das Profil (Fig. 7) aufweisen müßte.