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Das linksrheinische Vorgebirge.

Fliegel, Gotthard

Kurzfassung

Die Schilderung des Vorgebirges, die ich im folgenden gebe, will nur ein kurzer Überblick über den geologischen Bau desselben sein. Auch beschränke ich mich, nachdem Herr E. Kaiser im voranstehenden Teile des Berichtes neben dem äußeren Verlauf der Exkursion die Entwicklung des Diluviums besprochen bat, ganz auf die älteren, tertiären Schichten. Eine ausführliche Darstellung wird in einer größeren, im Jahrbuch der preußischen geologischen Landesanstalt erscheinenden monographischen Bearbeitung gegeben werden. Dort soll auch die altere Literatur angemessene Würdigung finden. Zahlreiche Einzelheiten sind außerdem ans den Erläuterungen der betr. Blätter der geologischen Karte, die sich zur Zeit im Stich befinden, zu entnehmen. Dabei sei bemerkt, daß Herr E. Kaiser Blatt Brühl, ich die Blätter Sechtem, Kerpen und Frechen kartiert habe. Durch zahlreiche, gemeinsame Begehungen, auf denen wir unsere Beobachtungen und Anschauungen austauschten, sind wir zu einer sehr erfreulichen Übereinstimmung in ungefähr allen wesentlichen Fragen gekommen. Auch sei besonders hervorgehoben, daß die Angaben, die ich weiterhin über die Entwicklung der Brannkohlenformation mache, soweit sie sich auf Aufschlüsse des Blattes Brühl beziehen, zumeist auf Beobachtungen des Herrn E. Kaiser im Jahre 1904 beruhen. - Die diluvialen und tertiären Bildungen des Vorgebirges - oder der ,Ville", wie man am Rhein vielfach sagt - gehören der Niederrheinischen Bucht an. Ablagerungen der Braunkohlenformation, deren untermiocänes Alter für den Niederrhein kaum noch bestritten werden wird, bilden von einem Gebirgsrande bis zum andern den tieferen Untergrund.