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Trias und Jura in der Argolis.

Renz, Carl

Kurzfassung

Die Argolis gehört zu den geologisch am häufigsten untersuchten Teilen des Peloponnes. Dies Interesse war kein zufälliges, denn nach den vorliegenden geologischen Karten schien die östlichste Halbinsel Moreas ganz aus dem Rahmen ihrer Umgebung herauszutreten. Fehlen doch einerseits die kristallinen Gesteine, die im zentralen Peloponnes, in Attika und auf den Kykladen eine beträchtliche Ausdehnung besitzen, in dem Kartenbild vollständig, während andererseits die Juraformation als die damals älteste bekannte Sedimentbildung der ganzen südlichen Balkanhalbinsel scheinbar in bedeutendem Umfang an dem Aufbau der argolischen Kalkgebirge beteiligt war. Schon die Expedition zur wissenschaftlichen Erforschung von Morea hatte die für die Geologie Südost-Europas wichtigen Juravorkommen bei Navplion entdeckt, ein Ergebnis von wirklich bleibendem Wert. In dem Trockenbett oberhalb Pronia, einer Vorstadt von Navplion, hat Boblaye in den dortigen steil aufgerichteten Konglomeraten Fossilien des Kimmeridge gefunden. Es sind hier zu nennen: 1. Diceras arietinum. 2. Turitella antiqua. 3. Turbo costarius. 4. Nerinea simplex. 5. Nerinea imbricata. 6. Nerinea Defrancei. 7. Nerinea nodulosa. 8. Tornatella prisca. 9. Natica neritiformis. 10. Dentalium quadrangulare. Nun haben allerdings die Geologen der französischen Expedition aus diesen interessanten Funden nicht die richtigen Schlüsse gezogen. Es hat jedoch keinen Zweck, hier näher auf die Gliederung der Expedition einzugehen, da die meisten sonstigen Resultate dieser ersten griechischen Forschungsreise längst veraltet oder berichtigt sind.