Original paper

Über Ergebnisse seiner Untersuchungen von ostthüringischen (vogtländischen) Diabasen.

Finckh, Ludwig

Kurzfassung

Er vertritt gleichfalls die Ansicht, daß ein Teil der Diabasgesteine des Paläozoikums im Vogtlande der theralithisch-foyaitischen Gesteinsreihe angehört und erwähnte, daß ein aus dem Ebersdorfer Waldrevier bei Hirschberg stammendes Gestein trotz seines schlechten Erhaltungszustandes als ein typischer Kamptonit erkannt werden konnte. Das Vorhandensein von kamptonitischen Gesteinen deutet darauf hin, daß unter den in Frage kommenden Diabasen theralithiscne bzw. essexitische Gesteine vorhanden sind. Ferner weist Herr Finckh darauf hin, daß auch in anderen Eruptionsbezirken theralithische und essexitische Gesteine mit kalkreichen Diabasen oder Feldspatbasalten vergesellschaftet sind. Auf Madeira treten nach seinen Untersuchungen unter den Tiefengesteinsformen der dortigen Basalte und Trachydolerite neben typischen Essexiten alkaliarme diabasartige Gesteine auf. Dementsprechend finden sich neben den Trachydoleriten und Basaniten von Madeira auch Feldspatbasalte, die mit den übrigen Gesteinen durch Übergänge eng verbunden sind. Dasselbe ist der Fall bei den trachydoleritischen und basanitischen Gesteinen des Mawensi am Kilimandscharo. Auch dort erscheinen Feldspatbasalte als Spaltungsprodukte der theralithisch-foyaitischen Magmen. J. E. Hibsch beschreibt Feldspatbasalte des böhmischen Mittelgebirges, die ebenfalls mit Basaniten und Tephriten verknüpft sind. Es ist also eine allen diesen Eruptionsbezirken gemeinsame Erscheinung, daß kalkreiche Gesteine mit den erwähnten alkahreicheren Vertretern der theralithisch-foyaitischen Reihe genetisch zuzusammenhängen.